Moritz Wagner Washington Wizards
Foto: Rob Carr/Getty Images/AFP

Moritz Wagner von den Washington Wizards hat in der NBA gleich mehrere persönliche Bestwerte aufgestellt. Auch ein Kollege aus der deutschen Nationalmannschaft sorgte in der besten Basketball-Liga der Welt für Aufsehen.

Der Auftritt von Moritz Wagner erinnerte ein wenig an den jungen Dirk Nowitzki. Knapp 20 Jahre nach dem ersten 30-Punkte-Spiel der deutschen Basketball-Legende durchbrach auch der 22 Jahre alte Wagner diese Marke und stellte mit 30 Zählern und 15 Rebounds in gerade einmal 25 Minuten Einsatzzeit zwei neue Karrierebestwerte auf.

Der Berliner führte die Washington Wizards in der nordamerikanischen Eliteliga NBA gemeinsam mit Top-Scorer Bradley Beal (44 Punkte) zu einem 137:116-Erfolg bei den Minnesota Timberwolves.

Auf den Spuren von Dirk Nowitzki

Der im Sommer zurückgetretene Nowitzki war bei seinem ersten 30-Punkte-Spiel am 23. November 1999 gegen die Houston Rockets gerade mal ein Jahr jünger als Wagner. Aber auch nach der bisher besten Partie seiner Profi-Laufbahn blieb der Neuzugang der Wizards bescheiden.

„Ich schätze, ich habe nichts Besonderes gemacht. Ich habe versucht, meinen Job zu erledigen und bin ganz gut ins Rollen gekommen“, sagte Wagner am Freitagabend (Ortszeit). Auch wenn Washington einen Serie von zuvor drei Niederlagen beenden konnte, rangieren die Hauptstädter in der Eastern Conference auf dem vorletzten Platz.

Historisch war der Wagner-Auftritt auch deswegen, weil der 2,11-Meter-Hüne von der Bank kam und über 85 Prozent seiner Würfe verwandelte – diese Werte hat seit Beginn der Datenaufzeichnung in der Saison 1970/71 nach ESPN-Informationen kein Spieler erreicht. Abgerundet wurde die Leistung von einer 100-Prozent-Quote von der Dreierlinie – ebenfalls persönliche Bestleistung.

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Wizards-Trainer Scott Brooks fand Wagners Leistung „fantastisch“ und Top-Scorer Beal, der dem Eigengewächs von Alba Berlin im Schlussviertel häufig auflegte, sagte: „Das war heute nicht nur ich. Moe hat ein unglaubliches Spiel abgeliefert. Er hat seine Chance genutzt und darum geht es.“

Das hat wohl auch Isaiah Hartenstein, der eine starke Leistung beim 125:105-Auswärtssieg der Houston Rockets bei den Timberwolves abrief. Zwar glänzte der Nationalspieler nicht als Scorer, dafür aber unter dem Brett. Mit 16 Rebounds stellte auch er einen Karrierebestwert auf. Als Punktegarant erwies sich einmal mehr Rockets-MVP James Harden, der 41 Versuche abgab und 49 Punkte erzielte.

Quelle: dpa