Charlie Culberson
Foto: AP/Manuel Balce

Dramatische Bilder aus der nordamerikanischen Baseball-Profiliga MLB: Charlie Culberson von den Atlanta Braves wurde am Samstag von einem Ball im Gesicht getroffen.

Es ist keine Seltenheit, dass im Baseball der Werfer schon mal den Schlagmann trifft. Meistens geschieht dies unabsichtlich, in Einzelfällen kann sich aber auch ein gezielter Körpertreffer handeln. Was nun dem 30 Jahre alte Culberson passiert, wünscht man indes niemandem.

Ein harter Fastball von Pitcher Fernando Rodney (Washington Nationals) mit gemessenen 90,9 Meilen pro Stunde (ca. 145 km/h) traf den Outfielder unterhalb des rechten Auges im Gesicht. Blut floss, Culberson ging zu Boden. Die übrigen Spieler auf und neben dem Platz mochten kaum hinsehen.

Nach langer Behandlung wurde Culberson aus dem Stadion gefahren und gab selbst via erhobenem Daumen Entwarnung. Dennoch, Culberson erlitt mehrere Brüche im Gesicht. Die gute Nachricht gab es am Sonntag, er muss deshalb nicht operiert werden. Den Ärzten zufolge sollen alle Verletzungen wieder vollständig heilen.

„Wir haben für ihn und seine Familie gebetet. Das war ziemlich fürchterlich“, sagte Braves-Manager Brian Snitker, der wegen heftiger Proteste des Feldes verwiesen wurde. Immerhin gewann sein Team die Partie am Ende mit 10:1 und qualifizierte sich damit für Play-offs.

Fürs Erste soll sich Culberson schonen. Die Saison ist für den Routinier gelaufen. Snitker war das reichlich egal. „Er sieht wesentlich besser aus, als sich die meisten vorstellen können. Wir sind froh, dass er wieder bei uns ist“, sagte sein Coach und kündigte an: „Im Spring Training wird er wieder spielen.“

Das dürfte vor allem Werfer Rodney freuen, der schockiert reagierte und nicht weiter werfen wollte. Culberson hatte ihm noch auf dem Feld signalisiert, dass er ihm keine Absicht unterstelle. Rodney rang nach dem Spiel um Fassung, stellte sich aber den Reportern. „Es tut mir unendlich leid. Ich habe etwas getan, was ich nicht tun sollte. Ich muss jetzt damit klarkommen.“