Max Eberl
Foto: Stefan Puchner/dpa

Aufregung zum Bundesliga-Auftakt des 30. Spieltags: Sportdirektor Max Eberl hat beim Gastspiel von Borussia Mönchengladbach beim SC Freiburg für eine Premiere gesorgt.

Der 46-Jährige sah als erster Verantwortlicher der deutschen Eliteklasse die Rote Karte. Eberl hatte sich lautstark über die Gelb-Rote Karte für Angreifer Alassane Plea beschwert, woraufhin er von Schiedsrichter Markus Schmidt nach Hinweis des vierten Offiziellen Timo Gerach mit Rot auf die Tribüne verbannt wurde.

Es lief die 68. Minute beim Auswärtsspiel in Freiburg (0:1), die den Borussia-Manager auf die Palme gebracht hatte. Gladbachs Top-Scorer Plea (zehn Tore, elf Vorlagen) war wegen Ballwegschießens bereits in der ersten Halbzeit mit der Gelben Karte verwarnt worden, kam gegen Robin Koch zu spät und trat dem Freiburger auf den Fuß. Für Referee Markus Schmidt reichte das, um dem Franzosen mit Gelb-Rot unter die Dusche zu beordern.

Alassane Plea Gelb-Rote Karte Borussia Mönchengladbach
Foto: Ronald Wittek/epa/Pool/dpa

Und danach reichte es auch Eberl, der offenbar etwas gesagt hatte, was seine Verbannung rechtfertigte. Was genau den Ausschlag für die erste Rote Karte gegen einen Vereinsoffiziellen gegeben hat, ist trotz Geisterspielatmosphäre nicht zu hören gewesen. Dem Vernehmen nach fielen die Wörter „schlechter Witz“ und „Scheiße“.

Heiße Diskussionen im Internet

Auf Twitter trendete Sekunden später der Hashtag „Eberl“. Zum Platzverweis gegen den früheren Außenverteidiger, der für Borussia 137 Pflicht-Spiele absolvierte, gab es naturgemäß verschiedene Ansichten.

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Einige User sprachen von „Peinlichkeit“ und monierten, dass sich Eberl nicht zum ersten Mal daneben benommen hätte. Andere zeigten Verständnis für dessen Verhalten.

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Einem User war das alles egal: „Who cares, wo Eberl beim Sieg in München sitzt …“

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Trainer Marco Rose zu Rot für Plea: „Witz in der Summe“

Gladbachs Trainer Marco Rose hat ebenfalls eine Meinung zu den Vorkommnissen: „Max war natürlich hoch emotional“, sagte Rose. „Wir haben Ziele, wir wollen alle gewinnen. Dementsprechend ist es aus ihm herausgeplatzt.“

Den Platzverweis für Alassane Plea kann Rose nicht nachvollziehen. „Ein Witz in der Summe, muss ich ehrlich sagen“, sagte der Coach am späten Freitagabend. „Da muss ich sicherlich auch mit Plea reden, dass er den Ball tunlichst liegen lassen sollte. Aber er hat ihn nicht aus dem Stadion geschossen, er hat ihn nicht bösartig irgendwo hingekickt“, sagte Rose.

Bundesliga 19/20: Das sind unsere Tipps zum 30. Spieltag

Die zweite Gelbe Karte sei für ihn „ein völlig normaler Zweikampf“ gewesen. „Er tritt ihn aus Versehen auf den Fuß mehr oder weniger, er kommt ein bisschen zu spät. Das ist mir viel zu wenig für eine zweite Gelbe Karte.“ Plea wird nun am nächsten Spieltag im Spiel beim FC Bayern München fehlen.

Quelle: mit dpa-Material