Holger Badstuber VfB Stuttgart - Holstein Kiel
Foto: Tom Weller/dpa

Beim Zweitliga-Spiel zwischen dem VfB Stuttgart und Holstein Kiel hat der frühere Bayern-Star und Nationalspieler Holger Badstuber sich zu einer heftigen Schiedsrichter-Schelte hinreißen lassen. Jetzt ist der Abwehrspieler bestraft worden.

Beim Verlassen des Platzes hatte Badstuber aufgebracht über die seine Gelb-Rote Karte geschimpft und soll nach Angaben der „Bild“ über die Außenmikrofone hörbar in Richtung der Unparteiischen gesagt haben: „Ihr seid Muschis geworden, Muschis.“ Der „kicker“ berichtet derweil, dass das Wort „Pussys“ gefallen sein soll. Inhaltlich tun sich die zwei Begriffe nicht viel.

Der frühere Nationalspieler reagierte nach dem Spiel via Twitter: „Hochemotionales Spiel heute. Ich habe mich ungerecht behandelt gefühlt und falsch reagiert. Das tut mir leid und ich entschuldige mich bei allen Beteiligten. Ich bin meiner Vorbildfunktion nicht gerecht geworden.“

Nun ist der 30-Jährige für zwei Meisterschaftsspiele gesperrt worden. Neben der obligatorischen Ein-Spiel-Sperre für die Gelb-Rote-Karte muss er wegen unsportlichen Verhaltens eine weitere Partie in der 2. Bundesliga aussetzen.

Spieler beziehungsweise der Verein stimmten dem Urteil zu, wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Dienstag mitteilte.

Nach dem Platzverweis für Badstuber und den Schiedsrichter-Beschimpfungen des Innenverteidigers hoffte Stuttgarts Sportdirektor Sven Mislintat noch auf Milde und keine zusätzliche Strafe.

„Ich hoffe, dass man so ein bisschen bewertet, dass die Jungs heiß sind in den Situationen und ich hoffe, dass man das Wort nicht auf die Goldwaage legt“, sagte der VfB-Manager am Sonntag nach dem 0:1 der Schwaben im Zweiliga-Spiel gegen Holstein Kiel.

Mislintat berichtete danach von einem Austausch mit den Schiedsrichtern, wollte zum Inhalt aber nichts sagen. Badstuber fehlt somit im Spitzenspiel gegen den Hamburger SV am kommenden Samstag sowie am 3. November gegen Dynamo Dresden. Im DFB-Pokalspiel beim HSV am nächsten Dienstag dürfte der 30-Jährige dagegen spielen. Badstuber muss außerdem eine Geldstrafe in Höhe von 8000 Euro zahlen.

Quelle: mit Agenturmaterial von der dpa