Kevin-Prince Boateng
Foto: Ion Alcoba Beitia/gtres/dpa

Es gibt Dinge, die können wirklich nur die allerbesten. Sicher: Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn. Aber Kevin-Prince Boateng ist eben weder blind noch ein Huhn – sondern einfach ein Weltklasse-Fußballer. Das hat er jetzt wieder einmal unter Beweis gestellt.

Kurz vor dem Re-Start in der türkischen Liga, die nach der Corona-Pause am Freitag wieder ihren Betrieb aufnimmt, setzte Boateng eine ganz besondere Duftmarke. Der 33 Jahre alte Profi von Besiktas Istanbul zauberte im Training ein Tor aus dem Hut, da bleibt wahren Fußballliebhabern die Luft kurz stehen. Seht selbst:

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Viele Wort gibt es nicht, um angemessen auszudrücken, was der kurze Clip zeigt. Diese Fußballkunst ist einfach unbeschreiblich. Und Boateng eine Legende! Wie der ehemalige Frankfurter den Ball mit der Hacke hinter seinem Standbein annimmt, ist schon der reine Wahnsinn. Aber wie er die Kugel volley aus fast 20 Metern genau in den Winkel knallt, toppt alles.

Einen Grund, großartig in Jubelstürme auszubrechen, sieht Boateng nicht. Er stellt sich mit etwas vom Körper abgespreizten Armen vor die Kamera und lässt sich und seine Tat noch ein bisschen wirken. Erst kurz darauf gibt es dann doch noch eine kleine Verbeugung.

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Was dieses Trainings-Traumtor zeigt: Boateng, aktuell vom AC Florenz an Besiktas ausgeliehen, ist in Top-Verfassung und brennt auf den Re-Start. Am Samstagabend spielen die Istanbuler gegen Antalyaspor. Gelingt dem 33-Jährigen dabei etwas Ähnliches, dürfte die weltweite Fußballgemeinde noch ein wenig mehr ausrasten als sie es gerade tut.

Für die Zeit nach seiner aktiven Karriere hat der „Prince“ übrigens schon einen Plan. Er liebäugelt mit einer Karriere als Schauspieler. Noch ist dafür aber keine Luft im Terminkalender. Ein erstes Film-Angebot musste Boateng schon ablehnen – eine Rolle in der deutschen Serie „4 Blocks“, in der es um Berliner Familienclans geht.

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Und mit zunehmendem Alter wird der ehemalige Bundesliga-Spieler auch zunehmend nachdenklich. Es ist noch gar nicht so lange her, da sprach er über seine zahlreichen Tattoos und wünschte sich, er hätte sie sich nie stechen lassen. Fehler zu machen, das passiert jedem. Aber solche Tore zu schießen wie Boateng, das kann nur ein ganz erlesener Kreis.