Luca Corberi Kart-WM
Foto: Screenshot Twitter

Unglaubliche Szene haben sich beim Rennen der Kart-WM im italienischen Lonato abgespielt. Nachdem Lokalmatador Luca Corberi nach einer Kollision ausschied, blieb er am Streckenrand stehen und bewarf seine fahrenden Kollegen aus Wut mit Fahrzeugteilen.

Wenn es nach dem ehemaligen Formel-1-Weltmeister Jenson Button geht, ist Luca Corberis Rennfahrer-Laufbahn nach dem abgelaufenen Rennwochenende beendet. „Lebenslange Sperre für diese beiden Idioten“, schrieb der Engländer auf Twitter über Corberi und dessen Vater.

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Aber was war passiert, das einen Mann, der sein ganzes Leben im Rennsport verbracht hat, so auf die Palme bringt? Corberi war im Rahmen der Kart-WM, die vom Motorsport-Weltverband FIA organisiert wird, im italienischen Lonato am Start.

Im Rennen am dritten Tag des Rennwochenendes kam es erst zu einer Kollision zwischen ihm und Paolo Ippolito. Corberi schied aus, während Ippolito immerhin noch kurz weiterfahren konnte.

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Danach hatte Corberi seine Emotionen – allerdings vielmehr schon seine Aggressionen – nicht im Griff. Er blieb am Streckenrand stehen, schnappte sich ein Teil der Frontschürze des Karts, das beim vorherigen Crash beschädigt wurde und warf es auf seine Kollegen.

Diese drehten weiterhin normal ihre Runden über die Strecke, auch wenn die Gelbe Flagge aufgrund des vorherigen Unfalls geschwenkt wurde. Bei den Geschwindigkeiten, mit denen auch Kartfahrer auf der Strecke unterwegs sind, ist das womöglich lebensgefährlich.

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Zum Glück wurde dabei aber keiner verletzt. Nach seinem Wurf und nachdem die Fahrer an Corberi vorbeigefahren waren, schlenderte der 23-Jährige enttäuscht über die Strecke und machte sich auf den Weg in die Boxengasse.

Wer da aber dachte, dass es das war mit Corberis Aussetzern, war weit gefehlt. Denn einige Minuten später kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung im Paddock-Bereich – mittendrin wieder Corberi.

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Aber auch sein Vater war offenbar beteiligt. Zunächst gerieten Corberi und Ippolitio, nachdem sie sich ja bereits auf der Strecke nahegekommen waren, aneinander. Dann sprintete ein in schwarz gekleideter Mann ins Getümmel, er ist offenbar Corberis Vater und wollte seinen Sohn unterstützen. Ihm gehört gleichzeitig noch die Rennstrecke in Lonato.

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Eine offizielle Reaktion von Seiten der FIA, welche Konsequenzen es für die Familie Corberi geben wird, steht noch aus. Corberi und Ippolito wurden zumindest nach dem Rennen disqualifiziert – beide beendeten das Rennen aber ja ohnehin nicht. Schlechter hätte sich die Rennfahrer-Familie beim Heimspiel auf eigener Strecke aber nicht präsentieren können.