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Der US-Footballstar und NFL-Rebell Colin Kaepernick ist ein Gesicht einer neuen Werbekampagne des Sportartikelherstellers Nike. „Glaub an etwas. Selbst wenn es bedeutet, alles zu opfern“, ist auf den Fotos des früheren Quarterbacks der San Francisco 49ers in der US-Profiliga NFL zu lesen, die Kaepernick über den Kurzbotschaftendienst Twitter verbreitete. Im Netz machten die Bilder schnell die Runde.

Neben Kaepernick sind die Tennisspielerin Serena Williams und der Basketballstar LeBron James Teil der Kampagne zum 30. Geburtstag des berühmten Nike-Slogans „Just do it“ (Mach es einfach). Kaepernick polarisiert in den USA wie kaum ein anderer Sportstar: In der Spielzeit 2016/17 hatte er mit einer provozierenden Geste für Aufsehen gesorgt. Vor NFL-Spielen ging er beim Abspielen der Nationalhymne aus Protest gegen Polizeigewalt und Rassismus in den USA auf die Knie. 

Seit Januar bestritt er daraufhin keine Partie mehr. Für Nike ist die Zusammenarbeit mit Kaepernick nicht ohne Risiko: Der Sportartikel-Hersteller ist einer der Hauptausstatter der NFL-Teams. Kaepernick geht gegen die NFL mit juristischen Mitteln vor. Er wirft den Liga-Verantwortlichen vor, systematisch seine Karriere zu sabotieren. „Wir glauben, Colin ist einer der inspirierendsten Sportler seiner Generation, der die Plattform Sport dazu nutzte, um die Welt zu verbessern“, sagte Gino Fisanotti, der nordamerikanische Marken-Vizepräsident für Nike, dem Sender ESPN.

Mit seinem Hymnen-Protest löste Kaepernick eine Bewegung aus, zahlreiche Spieler übernahmen die Geste. Die Liga kommt seither nicht zur Ruhe. Auch US-Präsident Donald Trump attackierte die meist afroamerikanischen Football-Stars scharf, die aus Protest gegen Rassismus die US-Hymne boykottierten und sich weigerten, während der Hymne vor dem Spiel aufzustehen. Die US-Hymne wird traditionell vor jedem Spiel in den USA gespielt; Spieler und Zuschauer stehen dabei normalerweise und halten die rechte Hand aufs Herz.

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