google werbung super bowl
Foto: Screenshot YouTube/Google

Die Werbespots sind für viele Zuschauer beim Super Bowl, dem Finale der US-amerikanischen Football League, mindestens genauso wichtig, wie der Spielstand. In den USA rührte Google viele Zuschauer mit einem Spot zu Tränen.

In dem Clip wirbt der Suchmaschinen-Gigant für den Google Assistant und die praktischen Funktionen, die das Gerät mit sich bringt. In der Werbung erinnert sich ein alter Mann an seine verstorbene Frau Loretta und bittet den Google Assistant darum, ihm Bilder von ihr zu zeigen.

Youtube

Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von YouTube angezeigt werden. Ich kann die Einbettung solcher Inhalte auch über die Datenschutzseite blockieren.

Video laden

Darunter finden sich dann zum Beispiel Fotos aus dem Urlaub oder von ihrem Jahrestag. Ebenso ist der Google Assistant in der Lage, den Lieblingsfilm der beiden abzuspielen. Die Botschaft der Werbung ist schnell klar: Google hilft, die wunderbaren Dinge des Lebens nicht zu vergessen.

Bei Twitter rührte der Werbeclip viele Nutzer zu Tränen. „Brutal, wir alle haben uns bis gerade über das Spiel gefreut“, „Das hat mich tief getroffen“, „Danke, dass ihr mich beim Super Bowl zum Weinen gebracht habt“ oder auch „Dafür war ich noch nicht bereit, verdammt!“ lauteten etwa tausende Kommentare zu dem Spot.

Twitter

Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von Twitter angezeigt werden. Ich kann die Einbettung solcher Inhalte auch über die Datenschutzseite blockieren.

Inhalt laden

Andere wiederum ließen sich von der Google-Werbung nicht einlullen und hielten dagegen. So sei der Tech-Gigant noch immer eine riesige Datenkrake, die selbst dann noch Daten sammelt, obwohl man bereits verstorben ist.

Ein Tweet, der besonders viel Aufmerksamkeit bekam, wurde von Komiker Daniel Baker verfasst, der in den USA vor allem als „Desus Nice“ bekannt ist. Er schrieb frei übersetzt: „Die Boshaftigkeit eines Unternehmens erkennst du daran, wie berührend die Werbung beim Super Bowl ist.“

Twitter

Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von Twitter angezeigt werden. Ich kann die Einbettung solcher Inhalte auch über die Datenschutzseite blockieren.

Inhalt laden

Der Tweet bekam innerhalb weniger Minuten über 50.000 „Gefällt mir“-Angaben und wurde tausendfach kommentiert. Der überwiegende Tenor ist dabei immer gleich: Google ist längst nicht so liebevoll, wie es sich nach außen als Unternehmen gerne gibt.

Doch während die Zuschauer in den USA wenigstens zu Tränen gerührt wurden, waren die deutschen TV-Zuschauer schlichtweg genervt. Wie schon im Vorjahr, wurde bei ProSieben ausgiebig Werbung für ein Dating-Portal gemacht. Das kam gar nicht gut an, schadete der Markenbekanntheit aber ganz sicher nicht.

Welche Werbespots sonst noch in den USA gelaufen sind, erfahrt ihr übrigens hier. Und falls ihr den 31:20-Erfolg der Kansas City Chiefs über die San Francisco 49ers verpasst habt, findet ihr hier in unserem Live-Ticker aus der Nacht alle Infos zum Nachlesen.