Fußball-WM in Katar 2022: Diese Verbote gibt es bei der Weltmeisterschaft

In Katar herrschen bei der Weltmeisterschaft gänzlich andere Regeln, als man es sonst auf der Welt gewohnt ist. Hier eine Liste mit den wichtigsten Verboten während der WM im Emirat.
Bier im Stadion
Ein Bier im Stadion. Foto: Bernd Thissen/dpa
Bier im Stadion
Ein Bier im Stadion. Foto: Bernd Thissen/dpa

Am 20. November startete die umstrittene Weltmeisterschaft in Katar. Einem Land, was es mit Menschenrechten nicht immer ganz genau nimmt und mit seiner Gesetzeslage so gar nicht in die aufgeklärte westliche Welt passen will. Genau dort werden aber in den kommenden Wochen viele Menschen aus aller Herren Länder zu Gast sein und die müssen sich auf teils skurrile, teils auch schwierige Verbote einstellen.

Sexverbot in Katar

Wer nicht verheiratet ist, sollte aufpassen im Emirat. Denn außerehelicher Sex wird dort nicht nur nicht gern gesehen, sondern ist offiziell sogar unter Strafe gestellt. Hoffnungen auf einen One-Night-Stand braucht sich also niemand zu machen. Die britische Polizei erklärte bereits dazu: „Sex sollte nicht auf dem Plan stehen, es sei denn, sie kommen als Ehemann und Ehefrau nach Katar. Bei diesem Turnier wird es definitiv keine One-Night-Stands geben. Bei der diesjährigen WM gibt es im Grunde zum ersten Mal überhaupt ein Sexverbot.“ Wer es dennoch drauf anlegt und dann erwischt wird, der muss damit rechnen, bis zu sieben Jahre in einem katarischen Gefängnis untergebracht zu werden.

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Homosexualität verboten in Katar

Ein weiterer großer Aufreger ist das Thema gleichgeschlechtliche Liebe. Natürlich darf jeder homosexuell sein in Katar, nur ausleben darf man es nicht. Wer offen mit dem Thema umgeht, homosexuell zu sein, setzt ebenfalls seine Freiheit aufs Spiel und muss ebenso damit rechnen, sieben Jahre in ein katarisches Gefängnis zu müssen. Da vor Ort auch das islamische Recht, gilt, können sogar Peitschenhiebe sowie die Todesstrafe gegen homosexuelle Menschen verhängt werden. Menschrechtsorganisationen sagen zwar, dass dies noch nicht vorgekommen sei, doch WM-Hotels lehnen bereits schwule Paare ab, wie skandinavische Journalisten herausgefunden haben.

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Alkohol verboten in Katar

Auch Alkohol steht ganz oben auf der Liste der Verbote in Katar. Denn der Ausschank ist in dem streng muslimisch geprägten Land vollkommen untersagt. So hat die Familie um Staatsoberhaupt Tamim bin Hamad Al Thani den Verkauf von Alkohol zur WM zu unterbinden versucht. Damit aber befand sich die FIFA in einer Zwickmühle. Denn der Bierproduzenten „Anheuser-Busch“, dem unter anderem in Deutschland Beck’s, Diebels, Hasseröder und Löwenbräu sowie einige weitere Marken gehören, ist einer der größten Sponsoren des Turniers.

Nachdem lange darum gerungen wurde, Alkohol an bestimmten mit Lizenzen versehenen Bars verkaufen zu dürfen, gab es zwei Tage vor WM-Start doch noch einen Rückzieher in Katar. So gibt es im Stadion nun doch keinen Alkohol bzw. nur alkoholfreies Bier zu trinken. Auf der Fanmeile darf wohl Bier verkauft werden, dort aber kostet der halbe Liter Budweiser etwas über 13 Euro.

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Drogenkonsum verboten in Katar

Wenig überraschend ist auch der Konsum von Drogen in Katar nicht erlaubt. Hier aber wird es dann auch gleich richtig drastisch. Denn wer Drogen ins Land schmuggeln möchte, der muss mit bis zu 20 Jahren Gefängnis rechnen und Geldstrafen bis zu 75.000 Euro. Wer unbelehrbar bleibt, muss auch hier mit der Todesstrafe rechnen, denn die ist in Katar nach wie vor nicht abgeschafft. Sonst droht zumindest lebenslange Haft in Katar.

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Besser keine Religionskritik in Katar

Während hierzulande „Das Leben des Brian“ als Komödie abgefeiert wird, sollte man es mit einem Pendant im Reich des Emirs besser lassen. Religionskritik wird dort gar nicht gern gesehen. Wer sich dort im Ton vergreift, dem kann schnell „Beleidigung des Islam“ vorgeworfen werden. Daher sollte man das Risiko besser nicht eingehen.

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Oberkörperfrei nicht erlaubt in Katar

Je heißer es wird, desto eher sind Fans dazu geneigt, sich auch mal oberkörperfrei zu zeigen. Vor allem im Sommer und bei großen Turnieren wird diese Freizügigkeit gerne ausgelebt. Doch in Katar sollte man davon Abstand nehmen, sein Trikot auszuziehen und es vielleicht seinem großen Idol auf dem Rasen gleich zu tun. Denn auch das entblößen und ausziehen der Shirts und Trikots wird im Stadion verboten sein. Allerdings dürfte es in diesem Fall wohl nicht zu einer Gefängnisstrafe kommen.

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