Bremen-Trainer Markus Anfang tritt nach Impfausweis-Chaos zurück

Markus Anfang ist nicht mehr Trainer des SV Werder Bremen. Wenige Stunden vor dem Topspiel in der 2. Bundesliga gegen Schalke 04 verkündete er seinen Rücktritt.
Foto: Daniel Karmann/dpa –

Trainerbeben am Spieltag! Werder Bremen steht wenige Stunden vor dem Top-Spiel in der 2. Bundesliga gegen Schalke 04 ohne Trainer da. Wie der Verein am Samstagmorgen bestätigte, ist Markus Anfang von seinem Posten zurückgetreten. Auch sein Assistent Florian Junge hat seinen Rücktritt erklärt.

Die Staatsanwaltschaft Bremen hatte am Freitag Ermittlungen gegen den Coach des Fußball-Zweitligisten eingeleitet. Dem 47-Jährigen wird vorgeworfen, ein gefälschtes Impfzertifikat benutzt zu haben. Außer Anfang trat auch dessen Co-Trainer Florian Junge zurück. Gegen den 35 Jahre alten Anfang-Assistenten gibt es laut Werder-Mitteilung ebenfalls staatsanwaltschaftliche Ermittlungen.

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„Ich habe aufgrund der inzwischen extrem belastenden Lage für den Verein, die Mannschaft, meine Familie und auch mich selbst entschieden, dass ich meine Aufgabe als Cheftrainer von Werder Bremen mit sofortiger Wirkung beende“, wurde Anfang in einer Mitteilung des Vereins zitiert. „Ich habe daher die verantwortlichen Personen um die umgehende Auflösung meines Vertrages gebeten, diesem Wunsch haben sie entsprochen.“

Werder empfängt um 20.30 Uhr den FC Schalke 04. Dann soll Co-Trainer Danjiel Zenkovic das Team betreuen. Bremens Sport-Geschäftsführer Frank Baumann erklärte in der Vereinsmitteilung vom Samstag: „Markus und Florian übernehmen mit ihrem Schritt Verantwortung und tragen somit dazu bei, die Unruhe, die in den letzten Tagen rund um den Verein und die Mannschaft aufgekommen ist, zu beenden.“ Man respektiere ihre Entscheidung und werde sich nun auf die Suche nach einem neuen Cheftrainer machen.

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Anfang hatte den Cheftrainerposten in Bremen erst im Sommer übernommen und sollte bei den Grün-Weißen nach dem ersten Abstieg seit 41 Jahren den Wiederaufbau einleiten und nach Möglichkeit den sofortigen Wiederaufstieg schaffen. Nach 13 Spielen liegt Werder auf Rang acht.