Von wegen Fußball mit nur 15.000 Fans! Volles Haus bei Spitzenspiel am Samstag

Nur noch 15.000 Zuschauern bei Spielen der Bundesliga und der 2. Bundesliga? In Hamburg gilt das an diesem Wochenende noch nicht! Volles Haus bei St. Pauli gegen Schalke!
Foto: Christian Charisius/dpa

Bei den Beratungen der Corona-Maßnahmen von Bund und Ländern standen auch einmal mehr die Fußball-Profiligen und ihre Zuschauerauslastung zur Debatte. Geeinigt wurde sich eigentlich darauf, dass deutlich weniger Zuschauer ins Stadion kommen dürfen – beim Zweitliga-Topspiel an diesem Wochenende gibt es trotzdem ein volles Haus!

In der vergangenen Woche sorgten gerade die Bilder aus dem Kölner Stadion für viel Aufregung. 50.000 Fans waren beim Derby zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach im RheinEnergie-Stadion mit dabei. An die kurz zuvor festgelegte Maskenpflicht während der 90 Minuten hielten sich wahrlich nicht alle Fans.

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst reagierte prompt und sagte, dass es solche Szenen vorerst nicht mehr geben werde. Auch in einem anderen NRW-Stadion, beim Zweitliga-Spiel des FC Schalke 04, war über 45.000 Fans im Stadion. Eigentlich sollten die neuen Corona-Maßnahmen, die unter der Woche beschlossen wurde, dafür sorgen, dass es vorerst keine vollen Stadien in der Bundesliga und der 2. Bundesliga mehr gibt.

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30.000 Zuschauer am Millerntor? Wieso das möglich ist!

Von wegen! Beim Zweitliga-Topspiel zwischen Tabellenführer FC St. Pauli und dem Schalke 04 am Samstagabend (20.30 Uhr) am Millerntor wird es keine Zuschauer-Beschränkungen geben. Grund dafür ist, dass das in Hamburg stattfindende Spiel noch nicht von den neuen Corona-Beschlüssen betroffen ist. Bei dem Spiel gilt auch „nur“ die 2G-Regel – auch wenn der FC St. Pauli seine Fans bittet, vor der Partie einen Corona-Test zu machen.

Die Regierungschefinnen und -chefs der Länder hatten sich darauf geeinigt, in Stadien und Hallen künftig nur noch bis zu 50 Prozent Zuschauer zuzulassen. Im Freien gibt es eine Höchstgrenze von 15.000 Zuschauern, in geschlossenen Räumen von 5000 Zuschauern. Auf jeden Fall gilt die 2G-Regelung und Maskenpflicht.

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Bundesliga: Einigung für Großveranstaltungen mit maximal 15.000 Zuschauern

Diese Beschlüsse in Bezug auf Großveranstaltungen treten in der Hansestadt, einem der 16 Bundesländer, erst am Montag in Kraft – das hat ein Sprecher der Hamburger Innenbehörde zwei Tage vor dem Spitzenspiel am Samstagabend bestätigt. Somit steht einem vollen Haus beim FC St. Pauli am ersten Dezember-Wochenende nichts im Wege.

Bezeichnend für die aktuelle Lage: Die Cheftrainer der beiden Teams werden dabei aber aller Voraussicht nach nicht an der Seitenlinie stehen – sowohl Pauli-Trainer Timo Schultz als auch Schalkes Dimitrios Grammozis wurden zuletzt positiv auf Corona getestet und befinden sich aktuell in Quarantäne.

In Nordrhein-Westfalen (NRW) sieht die Lage anders aus. Beim Bundesliga-Kracher Borussia Dortmund gegen FC Bayern München sind am Samstag (18.30 Uhr) nur 15.000 Zuschauer im Stadion mit dabei. In den vergangenen Wochen gab es noch einen Vorverkauf mit deutlich mehr Tickets, die in den Handel gingen – diese Karte wurden unter der Woche storniert. Nachdem die neuen Beschlüsse bekanntgegeben wurden, hat der BVB einen neuen Ticketverkauf gestartet.

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mit Agenturmaterial (dpa)