Diskussion um Grifos Haare im Sportstudio – das ZDF klärt auf

Vincenzo Grifo vom SC Freiburg hat mit seinem Besuch im "Aktuellen Sportstudio" vom ZDF hohe Wellen geschlagen. Es ging um seine Frisur.
Vincenzo Grifo SC Freiburg
Foto: Tom Weller/dpa

Vincenzo Grifo vom SC Freiburg hat mit seinem Besuch im „Aktuellen Sportstudio“ vom ZDF hohe Wellen geschlagen. Grund für die Aufregung war jedoch keine sportliche Höchstleistung. Es ging vielmehr um Grifos Frisur.

Das Thema „Bundesliga-Fußballer und ihre Haare“ ist ein Thema für sich. Es ist unlängst bekannt, dass die hochbezahlten Profi-Fußballer auch an den Wochenenden während ihrer Arbeit gerne gut aussehen und sich die Haare stylen.

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Eigentlich auch kein Problem, doch während der Corona-Pandemie werden die Köpfe von Bundesliga-Stars besonders kritisch beäugt, schließlich haben die Friseure im Lockdown offiziell geschlossen. Und doch fällt auf, dass einige Protagonisten aus der Fußball-Bundesliga derzeit mit frisch geschnittenem Haupthaar herumlaufen. Doch, es muss nihct immer ein Verstoß gegen die Corona-Schutzmaßnahmen vorliegen. So wie jetzt bei Vincenzo Grifo.

Der Offensivspieler des SC Freiburg nahm am Samstagabend gut gelaunt im ZDF-Studio Platz. Den kritischen TV-Zuschauern fiel aber sofort auf, dass Grifo ganz offensichtlich frisch frisiert in Mainz aufschlug. Das führte natürlich umgehend zu Reaktionen auf Twitter:

Die Auflösung ließ jedoch nicht allzu lange auf sich warten. Das „Aktuelle Sportstudio“ antwortete dem aufgebrachten User trocken:

Und ja, es stimmt wirklich. Grifos Ehefrau Vanessa ist tatsächlich gelernte Friseurin. Damit ist der italienische Nationalspieler fein raus. Und die Aufregung dahin. Sollte man zumindest meinen, doch die Twitter-Detektive wittern bereits den nächsten Fall:

 

Wie die anderen Bundesliga-Vereine und auch TV-Sender das Problem mit dem Friseur-Verbot in der Corona-Pandemie genau lösen, bleibt unbekannt. Klar ist jedoch, dass Vincenzo Grifo gegen keine Regel verstoßen hat.

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Grifo sprach sich bei seinem TV-Auftritt zudem gegen eine bevorzugte Impfung von Sportlern aus. „Wir sind sehr privilegiert, wir dürfen unseren Job ausüben“, sagte der Mittelfeldspieler. „Ich würde sagen, dass wir beim Impfen die älteren Menschen bevorzugen und dann kommen wir Jungen dran“, ergänzte der 27 Jahre alte italienische Nationalspieler.

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Im deutschen Profi-Sport war zuletzt hitzig über eine mögliche Bevorzugung von Profisportlern beim Impfen diskutiert worden. Vorausgegangen waren Aussagen von Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge, der bei „Sport1“ angeregt hatte, dass Fußball-Profis als Impfvorbilder in der Bevölkerung dienen könnten. Die Aussagen fanden enormen Widerhall, obwohl eine solche Frage für die Politik derzeit und auch in naher Zukunft gar nicht auf der Agenda steht.

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Seinen Vorstoß hatte Rummenigge unter anderem damit begründet, dass das Vertrauen in der Bevölkerung wachse, wenn sich beispielsweise ein Spieler des FC Bayern impfen lasse. Rummenigge hatte weder eine Bevorzugung eingefordert noch einen Vergleich mit anderen Berufen angestellt.