VfL Wolfsburg: Wout Weghorst ist positiv auf Corona getestet worden

Der VfL Wolfsburg muss vorerst auf Stürmer Wout Weghorst verzichten – er wurde positiv auf Corona getestet. Damit fehlt er unter anderem in der Champions League.
Wout Weghorst
Foto: Swen Pförtner/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Torjäger Wout Weghorst vom VfL Wolfsburg hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Das gab der Fußball-Bundesligist am Montag bekannt. Der 29 Jahre alte Niederländer wird dem VfL deshalb auf jeden Fall am Mittwoch im wichtigen Champions-League-Spiel beim österreichischen Meister aus Salzburg (18.45 Uhr/DAZN) fehlen.

Nach Angaben der Wolfsburger habe Weghorst am Sonntagmorgen nach der 0:2-Niederlage bei Union Berlin über Symptome geklagt. Anschließend wurde er positiv auf das Coronavirus getestet.

>> Bundesliga 2021/22: Unsere Tipps zum aktuellen Spieltag – und die Aufstellungen <<

Der Stürmer befindet sich seitdem in Quarantäne. Alle anderen Tests bei Spielern, Trainern und Betreuern waren nach Angaben des Clubs sowohl am Sonntag als auch am Montag negativ.

Im Frühjahr war Weghorst mit einem viel kritisierten Auftritt im ZDF-„Sportstudio“ aufgefallen, danach hat sich Stürmer Wout Weghorst vom VfL Wolfsburg eindeutig vom Vorwurf der Corona-Leugnung distanziert.

>> Bundesliga 21/22: So seht ihr Live-Spiele und Zusammenfassungen im TV und Stream<<

„Ich möchte ganz klar sagen: Ich bin kein Corona-Leugner. Da sind weltweit Leute daran gestorben, was erschütternd ist“, sagte der Niederländer im April in einem Interview des NDR-Fernsehens. „So wie ich das jetzt formuliere, hätte ich das direkt machen müssen. Die Fragen haben mich überrascht. Und es ist nicht meine eigene Muttersprache. Dementsprechend habe ich da die letzten Tage viel drüber nachgedacht und kann mich jetzt besser ausdrücken.“

Hintergrund der ganzen Aufregung ist ein bereits im Dezember von Weghorst geteilter und später wieder gelöschter Instagram-Beitrag einer Impfgegnerin, von dem sich der 28-Jährige im ZDF-„Sportstudio“ auch auf Nachfrage inhaltlich nicht distanzierte. In dem Beitrag hatte es seinerzeit geheißen: „Stell dir vor, es gibt einen Impfstoff, der so sicher ist, dass du bedroht werden musst, ihn zu nehmen – für eine Krankheit, die so tödlich ist, dass man getestet werden muss, um zu wissen, dass man sie hat.“

>> Sorge in Weghorsts Heimatland: Niederlande vor neuer Corona-Welle <<

Weghorst wurde zunächst zu einem Gespräch mit dem Wolfsburger Sport-Geschäftsführer Jörg Schmadtke gebeten. Für den Fußball-Bundesligisten ist die Sache damit vom Tisch. Der Stürmer selbst wollte sich aber noch einmal öffentlich erklären.

„Ich habe direkt nach der Sendung Samstagabend das Gefühl gehabt: Hatte ich die richtigen Worte, habe ich das Richtige gesagt?“, sagte Weghorst dem NDR. „Dann habe ich die nächsten Tage alles gesehen, im Internet und auf Instagram und auch in Holland wurde viel darüber gesagt. Und ich bin dann auch keiner, den das kalt lässt.“

dpa