Covid 19 Coronavirus
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Sechs Fußballer des chinesischen U-19-Teams sind für ein halbes Jahr suspendiert worden, weil sie gegen Beschränkungen im Kampf gegen das Coronavirus verstoßen haben.

Die Spieler hätten das bis Samstag laufende Trainingscamp in Shanghai unerlaubt verlassen, um etwas trinken zu gehen, wie der chinesische Fußballverband nach Angaben der Staatsmedien vom Sonntag berichtete. „Es war ein schwerer Verstoß gegen die Vorschriften für das Team zur Kontrolle der Epidemie und hat die Mannschaft negativ beeinflusst.“

Die Spieler dürfen bis zum 30. November weder bei ihren Clubs, noch auf nationaler Ebene spielen. Während einer der sechs Fußballer in Japan spielt, sind die anderen zusätzlich von ihren Clubs bestraft worden, indem ihnen für die Zeit das Gehalt gesperrt wurde. Auch wurden gegen zwei Spieler Geldstrafen von 200.000 und 300.000 Yuan verhängt, umgerechnet 25.000 beziehungsweise 37.000 Euro.

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Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hatet zuletzt nach den umstrittenen Fotos eines Friseurtermins die Spieler Manuel Akanji und Jadon Sancho von Borussia Dortmund mit Geldstrafen in nicht bekannter Höhe belegt.

Die beiden hätten „bei häuslichen Friseurterminen offenkundig gegen allgemeine Hygiene- und Infektionsschutzstandards sowie insbesondere gegen das medizinisch-organisatorische Konzept der DFL-Taskforce“ verstoßen, teilte die DFL am Freitag mit. Dies sei auf Fotos, die in Medien und in sozialen Netzwerken veröffentlicht wurden, erkennbar gewesen.

Es stehe „außer Frage, dass auch Profi-Fußballer ihre Haare schneiden lassen müssen. Dies muss derzeit jedoch im Einklang mit dem medizinisch-organisatorischen Konzept erfolgen“, hieß es weiter. Akanji und Sancho können innerhalb von fünf Tagen Beschwerde einlegen. „Absoluter Witz DFL“, twitterte Sancho am Freitag.

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Die Strafen richten sich laut DFL „ausdrücklich nicht gegen den Club, bei dem kein ‚Organisationsverschulden‘ erkennbar ist.“ Dortmunds Manager Michael Zorc hatte den privaten Friseurtermin und die Fotos tags zuvor deutlich kritisiert. Es sei gegen die Maskenpflicht verstoßen worden.

Quelle: dpa