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Im Poker um die Zukunft von Fußball-Nationalspieler Timo Werner steht eine überraschende Wende kurz bevor. Der Angreifer steht kurz vor einem Wechsel zu einem Klub, der bislang nicht als erste Wahl für den Stürmer galt.

Nach übereinstimmenden Informationen der „Bild“ und des Fachmagazins „kicker“ hat sich der Leipziger Top-Stürmer zu einem Wechsel nach dieser Saison zum FC Chelsea entschieden und wird damit die Bundesliga verlassen.

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Bisher galt der Premier-League-Spitzenreiter FC Liverpool mit Trainer Jürgen Klopp als Favorit, falls Werner RB Leipzig verlassen sollte. Der 24-Jährige hat bei den Sachsen noch einen gültigen Vertrag bis 2023. Bereits im vergangenen Monat hatte Werner erklärt, dass ihn ein Wechsel ins Ausland reize.

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Nun soll er beim Premier-League-Club Chelsea anheuern, einen Vertrag bis 2025 unterschreiben und dafür pro Jahr mehr als zehn Millionen Euro kassieren, berichtet „Bild online“. Trainer Frank Lampard sei ein großer Fan des Stürmers. Das Interesse des FC Liverpool solle erkaltet sein.

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Werner kann in diesem Sommer eine Ausstiegsklausel von knapp unter 60 Millionen Euro ziehen. Der Transfer soll nach „kicker“-Informationen „in der kommenden Woche finalisiert werden“.

Im Gegensatz zum FC Liverpool, wo auch Jürgen Klopp um Timo Werner warb, ist der Tabellenvierte der Premier League offenbar bereit, diese Summe zu bezahlen, berichtet das Magazin.

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RB-Cheftrainer Julian Nagelsmann hatte vor Wochenfrist gesagt: „Ich weiß, was ich an ihm hab – und das zeige ich ihm ähnlich wie bei Dayot Upamecano, dass er jedes Spiel von Beginn an spielt.“ Im gleichen Atemzug meinte Nagelsmann aber auch: „Und wenn dann ein Verein kommt und sich mit ihm einigt, dann ist es so, dann können wir eh nichts dran ändern. Es ist sein Leben, seine Karriere und auch seine Entscheidung.“

Nun werden es wohl nur noch fünf Bundesliga-Geisterspiele plus die mögliche Champions-League-Zugabe sein. Ein leiser Abschied für den gefeierten Star, der 2016 von Ralf Rangnick für 14 Millionen Euro vom VfB Stuttgart nach Leipzig kam und seinen Marktwert seitdem fast verfünffacht hat.

Finanziell würde der gebürtige Schwabe einen Riesensprung machen. Für einen Fünfjahresvertrag beim Club des russischen Oligarchen Roman Abramowitsch soll Deutschlands Nationalstürmer pro Jahr mehr als zehn Millionen Euro kassieren, berichtete die „Bild“.

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Für RB heißt es nun: Ersatz besorgen, auch wenn der zuletzt stark aufspielende Werner mit seinen 31 Saisontoren, allein 25 in der Bundesliga plus acht Vorlagen, kaum zu ersetzen ist. Krösche muss daher an der Weiterverpflichtung von Patrik Schick arbeiten, der von der AS Rom bisher nur ausgeliehen ist. Der Sportchef will aber gern noch etwas an der Ablöseschraube drehen. Aktuell kann der Tscheche per Option für 29 Millionen Euro ausgelöst werden. Sollte die Saison in Italien nicht zu Ende gespielt werden und die Roma auf Einnahmen angewiesen sein, dürfte Verhandlungsspielraum da sein.

Auf Zeit spielen wird RB im Fall des Bremer Stürmers Milot Rashica. Ein Interesse an einer Zahlung von 38 Millionen Euro Ablöse in Richtung Werder Bremen zur Fälligkeit der Ausstiegsklausel am 15. Juni – wie bei Werner – wird Leipzig ablehnen. Sollte Werder absteigen, wäre der Kosovo-Albaner deutlich preiswerter zu haben. Grundsätzliches Interesse von RB ist weiter da.

Quelle: dpa