Christoph Metzelder
Foto: Oliver Killig/dpa-Zentralbild/dpa

Als Reaktion auf die Vorwürfe gegen Ex-Fußballnationalspieler Christoph Metzelder hat ein Theologie-Professor das Kuratorium der Stiftung des Ex-Fußballers verlassen.

Er tue dies erstens wegen der Schwere der Vorwürfe „und zweitens wegen des mir unbegreiflichen Schweigens sowohl des Christoph Metzelder wie auch der Stiftung, was für mich wiederum angesichts der Schwere der Anschuldigung ebenso unbegreiflich wie unangemessen ist“, teilte Peter Schallenberg der Deutschen Presse-Agentur am Freitag mit. Zuvor hatte Radio Hochstift über den Schritt des Paderborner Theologen berichtet.

Schallenberg betonte: „Dieser Rücktritt vom Kuratorium gilt im Rechtsstaat selbstverständlich unbeschadet der Unschuldsvermutung bis zum Erweis der Schuld.“ Die Stiftung des Ex-Fußballers engagiert sich für Kinder und Jugendliche.

Gegen den ehemaligen deutschen Fußball-Nationalspieler und Vize-Weltmeister Metzelder wird wegen des Verdachts der Verbreitung von Kinderpornografie ermittelt.

Die Ermittlungen dauerten an, erklärte die Staatsanwaltschaft Hamburg am Freitag auf Anfrage. Der 38-Jährige und sein Düsseldorfer Anwalt Rüdiger Deckers äußerten sich zu den Vorwürfen am Freitag zunächst weiterhin nicht.

Die Hamburger Polizei bestätigte am Donnerstag, dass es die „Bild“-Zeitung war, die sie über den Verdacht gegen den Vize-Weltmeister von 2002 informiert habe. Daraufhin habe die Polizei Ermittlungen eingeleitet und sei mit der Zeugin, die von Metzelder kinderpornografisches Material erhalten haben soll, in Kontakt getreten.

Quelle: dpa