Aus einem schlimmen Anfangsverdacht wurde nun offenbar Gewissheit: Ein 18 Jahre alter Fußballer vom französischen Erstligisten OGC Nizza soll in der Umkleidekabine einen Teamkollegen um dessen 70.000 Euro teure Luxusuhr gebracht haben. Nun reagierten die Fans des Klubs – und bewiesen Humor.

Am 16. September wurde die Uhr von Nizza-Neuzugang Kasper Dolberg aus der Kabine entwendet. Der Niederländer wechselte im Sommer gegen eine kolportierte Ablösesumme von 20 Millionen Euro aus Amsterdam an die Côte d’Azur. Der 21 Jahre alte Dolberg dürfte zu den besser verdienenden Nizza-Akteuren zählen – zog er damit den Neid eines jüngeren Teamkollegen auf sich?

Wie die französische Nachrichtenagentur „AFP“ berichtet, ist nämlich mittlerweile der Dieb der 70.000 Euro teuren Uhr ausfindig gemacht worden. Es soll sich um den 18 Jahre alten Lamine Diaby-Fadiga handeln. Der Stürmer gilt als Riesentalent und kam in dieser Saison bereits zu sechs Einsätzen für Nizza in der obersten französischen Spielklasse – nicht schlecht für einen 18-Jährigen.

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Dass Diaby-Fadiga sein Talent weiterhin für vierfachen französischen Meister unter Beweis stellen darf, gilt aber als unwahrscheinlich. Medienberichten zufolge soll sich Diaby-Fadiga zwar bereits bei Dolberg, Mannschaftskapitän Dante (früher bei Gladbach und dem FC Bayern in der Bundesliga aktiv) und Trainer Patrick Vieira entschuldigt haben. Dennoch könnte am Ende eines vom Verein eingeleiteten Disziplinarverfahrens der Rauswurf des 18-Jährigen stehen.

Am Rande von Nizzas Heimspiel am Samstag gegen Lille, das mit 1:1 endete, reagierten auch die heimischen Fans auf den Vorfall und bedachten den Dieb mit einem Spruchband. „Lamine, sois à l’heure a Pôle Emploi“ war darauf zu lesen.

Übersetzt heißt das so viel wie: „Lamine, sei pünktlich beim Arbeitsamt“. Sieht ganz so aus, als würden die Fans ihrem Riesentalent keine Träne nachweinen. Wir sind jedenfalls gespannt, ob es der 18-Jährige im Falle eines Rauswurfs rechtzeitig zum Arbeitsamt schafft. Eine andere als die 70.000 Euro teure Uhr, deren Verbleib übrigens noch nicht geklärt ist, wird er ja hoffentlich noch auftreiben können.