Bibiana Steinhaus
Foto: Torsten Silz/dpa

Bibiana Steinhaus pfeift an diesem Mittwoch als erste Schiedsrichterin ein Endspiel um den Supercup – und tritt nach der Premiere in den sportlichen Ruhestand.

Das deutsche Supercup-Finale am Abend in München werde der letzte Einsatz der ersten Bundesliga-Unparteiischen der Geschichte sein, teilte der Deutsche Fußball-Bund am Mittwoch mit. Die „Bild“ hatte zuerst berichtet, dass die 41-Jährige ihre Laufbahn aus privaten Gründen vorzeitig beenden will.

Die Altersgrenze für Bundesliga-Schiedsrichter liegt bei 47 Jahren. Steinhaus selbst war vor der Leitung des Duells zwischen Rekord-Champion Bayern München und Vizemeister Borussia Dortmund an diesem Mittwoch (20.30 Uhr/ZDF und DAZN) zunächst nicht erreichbar.

Die Polizistin aus Hannover ist seit 2017 als bislang einzige Frau in der Bundesliga aktiv. Zehn Jahre zuvor hatte sie in der 2. Bundesliga debütiert. Sechsmal wurde Steinhaus „Schiedsrichterin des Jahres“, jeweils dreimal vertrat sie Deutschland bei der WM und EM der Frauen.

Unvergessen bleibt die Szene mit dem damaligen Hertha-Profi Peter Niemeyer, der ihr während eines Spiels versehentlich an die Brust fasste. Das Video könnt ihr euch hier anschauen:

Youtube

Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von YouTube angezeigt werden. Ich kann die Einbettung solcher Inhalte auch über die Datenschutzseite blockieren.

Video laden

Seit vier Jahren ist sie mit dem ehemaligen englischen FIFA-Referee Howard Webb liiert, der in New York lebt. Wegen der Corona-Pandemie waren die beiden mehr als fünf Monate getrennt, hatten keine Chance sich zu sehen. Zuletzt gab es das große Wiedersehen in London.

>> Der Grund wird euch überraschen: Iranisches Staats-TV streicht Augsburg – Bayern aus dem Programm <<

Wie die „Bild“ berichtet, soll die Corona-Zeit Steinhaus nachdenklich gemacht haben. Dem Bericht zufolge will die blonde Schiedsrichterin zukünftig ihr Privatleben in den Mittelpunkt ihres Lebens stellen – und nicht mehr die Karriere. Angeblich denkt sie auch über eine baldige Schwangerschaft nach.

Klar ist: Ein Baby und das Schiedsrichterwesen mit den vielen kurzfristigen Reisen lassen sich nicht unter einen Hut bringen. Deshalb der Rückzug der 41-Jährigen, die wie keine andere dafür gesorgt hat, dass Schiedsrichterinnen in der Männerdomäne Fußball mittlerweile keine Seltenheit mehr sind.

Quelle: mit Agenturmaterial der dpa