Mit einem Sieg über Titelverteidiger Chile hat sich die argentinische Fußball-Nationalmannschaft trotz einer Roten Karte für Superstar Lionel Messi den dritten Platz bei der Südamerikameisterschaft gesichert.

Die Albiceleste setzte sich am Samstag in São Paulo mit 2:1 (2:0) gegen das chilenische Team um den Ex-Bayern-Profi Arturo Vidal durch.

Messi erlebte den Sieg seines Teams nicht mehr auf dem Platz. Der Starstürmer war bereits in der 37. Minute vom Platz gestellt worden, nachdem er an der Außenlinie mit dem Chilenen Gary Medel aneinandergeraten war. Für die Schubserei sahen beide Spieler die Rote Karte.

Zuvor bediente Messi in der 12. Minute nach einem Freistoß nahe der Mittellinie Sergio Agüero, der die gesamt chilenische Abwehr hinter sich ließ, alleine auf das Tor zulief und zum 1:0 einschob.

Paulo Dybala hob den Ball in der 22. Minute locker über Chiles Torwart Gabriel Arias, nachdem er einen Steilpass von Giovani Lo Celso angenommen hatte. In der 58. Minute verkürzte Vidal mit einen Foulelfmeter zum Endstand, der Ausgleich gelang Chile nicht mehr.

Nach dem Spiel griff Messi die Organisatoren der Südamerikameisterschaft scharf an: „Wir sollten an dieser Korruption nicht teilnehmen. Wir haben die Nase voll (…) von der Korruption, den Schiedsrichtern und alles, was das Spektakel verdirbt“, sagte Messi. „Es gab einen Mangel an Respekt uns gegenüber bei dieser Copa América“, sagte der 32-Jährige.

„Wir hätten besser sein können, aber sie haben uns nicht ins Finale kommen lassen. Korruption und die Schiedsrichter lassen die Fans nicht den Fußball genießen. Das ruiniert den Fußball“, so der Superstar. Bereits nach der 0:2-Halbfinal-Niederlage gegen Gastgeber Brasilien hatte sich der Star des FC Barcelona über Ungerechtigkeiten beschwert. „Ich zahle vielleicht den Preis für meine Kritik“, meinte er.

Der südamerikanische Verband CONMEBOL reagierte mit einem offiziellen Statement, in dem von „inakzeptablen“ und „unbegründeten Anschuldigungen“ die Rede ist. „Im Fußball verliert man und gewinnt man manchmal. Eine der Grundpfeiler des Fairplay ist es, die Ergebnisse und die Schiedsrichterentscheidungen mit Respekt zu akzeptieren“, hieß es in der Erklärung.

Im Finale stehen sich an diesem Sonntag in Rio de Janeiro Gastgeber Brasilien und Peru gegenüber. (dpa)