Ronaldinho
Foto: Jorge Saenz/dpa

Ronaldinho war der beste Fußballer seiner Zeit. Mindestens! Jetzt hat er der zweimalige Weltfußballer mindetens ein wenig Ärger mit Justiz-Behörden. Das jüngste Detail zu dieser Geschichte war die Einreise mit einem gefälschten Pass in Paraguay. Was steckt dahinter?

Der ehemalige brasilianische Fußballstar Ronaldinho ist gerade noch einmal einer Anklage entkommen. Der 39-Jährige und sein Bruder Roberto de Assis Moreira waren mit gefälschten Pässen unterwegs, gestanden aber während einer siebenstündigen Anhörung am Donnerstag in Paraguays Hauptstadt Asunción Fehler ein.

Staatsanwalt Federico Delfino sah wegen ihrer für die weiteren Ermittlungen nützlichen Zeugenaussage dennoch von einer weiteren Strafverfolgung ab.

In den sozialen Netzwerken finden sich diverse Bilder der Untersuchungen:

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Die Brüder seien „betrogen“ worden und hätten „in gutem Glauben“ gehandelt, als sie die gefälschten Dokumente erhielten, sagte Delfino. „Die Informationen, die sie zur Verfügung gestellt haben, sind sehr nützlich, um eine kriminelle Organisation zu sprengen, die sich der Herstellung gefälschter Dokumente verschrieben hat.“ Ronaldinhos Anwalt hatte zuvor noch bestritten, dass der Ex-Fußballstar und sein Bruder gefälschte Pässe zur Einreise nach Paraguay benutzt hatten.

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Die beiden Brasilianer waren nach Angaben der Polizei am Mittwoch in ihrem Hotel festgenommen worden. Ihre gefälschten Pässe waren nach Angaben der Ermittler zuvor bei der Einreise am Flughafen von Asunción aufgefallen. In den Papieren stand, dass Ronaldinho Paraguayer sei.

Was macht Ronaldinho in Paraguay?

Der zweimalige Weltfußballer war nach Paraguay gekommen, um Werbung für sein neues Buch zu machen. Zugleich wollte er ein Programm starten, das Kinder für einen sportlichen Lebensstil begeistern soll.

Warum hat Ronaldinho neue Pässe dabei?

Dem früheren Starspieler des FC Barcelona und seinem Bruder waren im November 2018 in ihrer Heimat Brasilien die Reisepässe entzogen worden, weil sie gegen sie verhängte Strafzahlungen in Höhe von umgerechnet 2,2 Millionen Euro nicht geleistet hatten beziehungsweise in Verzug geraten waren.

Diese Strafe war verhängt worden, weil sie bei der Bebauung eines Grundstücks in Porto Alegre im Süden des Landes massive Umweltschäden verursacht hatten. Dem Vernehmen nach hatte er ohne Genehmigung eine Angelplattform im geschützten Gebiet des Guaiba-Sees gebaut.

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Brasilianische Behörden konnten 2018 nur umgerechnet 5,80 Euro auf den Bankkonten des einstigen Millionärs finden. So wurden seine Autos und Kunstwerke beschlagnahmt.

Ronaldinho spielte nach seinem Wechsel nach Europa für den AC Mailand, Paris Saint-Germain und den FC Barcelona, mit dem katalanischen Spitzenklub gewann er 2006 die Champions League. 2018 hatte er seine Karriere beendet.

Quelle: Mit AFP-Material