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Deutschlands gestürzte Weltmeister nach Hause zurück. Auf eine letzte Nacht in der Sportschule in Watutinki hätten die gestürzten deutschen Fußball-Weltmeister am liebsten verzichtet. Nach dem historischen WM-Vorrunden-Aus mit dem blamablen 0:2 gegen Südkorea ging es für den gesamten DFB-Tross aus Kasan noch einmal für wenige unruhige Nachtstunden zurück in das Stammquartier vor den Toren von Moskau. Mats Hummels schickte via Twitter noch ein kures „Sorry“ in die Welt. Am Morgen war alles ruhig rund um das Quartier, das Medienzentrum war völlig verwaist. Die Press hat indes die Messer gewetzt.

Die Debatten um die Zukunft des deutschen Fußballs, etlicher Spieler und natürlich auch des „geschockten“ Langzeit-Bundestrainers Joachim Löw sind allerdings schon vor der Rückreise entbrannt. Löw hatte direkt nach dem K.o. in Kasan Bedenkzeit erbeten: „Wie es jetzt weitergeht – da muss man mal in Ruhe darüber reden. Für mich ist das jetzt noch ein bisschen zu früh“, sagte er.

Die Mittelbayerische Zeitung fordert einen Trainerwechsel: „Joachim Löw hat es nicht geschafft, aus einem illustren Kreis aus starken Spielern eine schlagkräftige Mannschaft zu formen. Wenn ab Samstag in der K.o.-Phase die Musik spielt, sind die Deutschen nur mehr Zuschauer. Und dafür muss der Bundestrainer die Verantwortung übernehmen.“

Die Hannoversche Allgemeine Zeitung geht auf Spurensuche: „2018 hat Deutschland wieder ganz zu seinem mürrischen Selbst zurückgefunden. Die schlechten Testspiele, das Gemaule über das Teamquartier und die Debatten um Grüppchenbildung zeigten schon vor dem Südkorea-Spiel: Fußball-Deutschland hatte wieder Lust an schlechter Laune. Und nun hat man auch noch Grund dazu.“

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(mit dpa-Material)