Bastian Schweinsteiger ARD Experte
Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/Pool/dpa

Bastian Schweinsteiger kann die Entscheidung von Bundestrainer Joachim Löw gegen Einsätze seiner ehemaligen Bayern-Kollegen nicht verstehen. „Wenn ich Bundestrainer wäre, wären (Jérôme) Boateng und (Thomas) Müller in der Nationalmannschaft. Aber ich bin nicht der Bundestrainer“, sagte der 36 Jahre alte Ex-Profi in einem Interview des „Kicker“.

Man müsse die Entscheidung Löws respektieren, fügte er hinzu. Löw plant in der Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) nicht mehr mit den beiden Bayern-Profis sowie Mats Hummels von Borussia Dortmund.

Nach Schweinsteigers Einschätzung fehlt es im DFB-Team aber an spielerischer Qualität in der Innenverteidigung. „Boateng und (der Österreicher David) Alaba machen es sehr gut bei Bayern, Niklas Süle wird davon lernen“, sagte er.

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Derzeit aber leide Joshua Kimmich als defensiver Mittelfeldspieler in der Nationalelf unter der fehlenden Klasse. „Schade finde ich, dass er aktuell sehr viele Wege in der Nationalmannschaft machen muss, wo er sich sehr tief fallen lässt, um die Bälle nach vorne zu schleppen. In München hat er Boateng und Alaba, die sich aus der Abwehr nach vorne einschalten“, erklärte Schweinsteiger, der 2014 den WM-Titel gewann.

Für die EM im kommenden Sommer traut Schweinsteiger, der für die ARD als Experte arbeitet, der Mannschaft Deutschlands «mindestens das Viertelfinale» zu. „Sie kann mit den großen Teams schon mithalten, mit den schnellen Angreifern (Serge) Gnabry, (Timo) Werner und (Leroy) Sané kann sie den Gegnern wehtun. Entscheidend ist, wie sie gegen die Großen verteidigt.“

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Schweinsteiger hält den Wechsel seines früheren Nationalmannschaftskollegen Mario Götze zur PSV Eindhoven zudem für richtig. „Ich hoffe, ihm gelingt ein Neustart“, sagte der 36-jährige Ex-Profi.

Götze, der nach seinem WM-Siegtor nicht so durchstartete wie viele erwartet hatten, sei mit dem Verlauf seiner Karriere „sicher auch nicht absolut glücklich. Das Umfeld spielt bei manchen eine gewisse Rolle, womöglich auch bei ihm“, sagte Schweinsteiger: „Es ist schade, dass er im besten Alter ein paar Schritte zurück gemacht hat.“

Götze hatte bei Borussia Dortmund keinen neuen Vertrag mehr erhalten und versucht nun in den Niederlanden einen Neustart. „Ein Fußballer will und muss spielen“, sagte Schweinsteiger.

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Am Sonntag gab Götze sein PSV-Debüt und feierte einen Traum-Einstand. Mit seinem Tor zum 1:0 legte der Mittelfeldspieler die Grundlage für das 3:0 (3:0) gegen PEC Zwolle. „Happy über mein erstes Spiel und das erste Tor. Danke für die Unterstützung“, erklärte Götze und postete dazu ein Video seines Treffers.

Quelle: dpa