Jörg Dahlmann Sushi
Foto: Instagram/joergdahlmann

Der vom TV-Sender Sky nicht mehr eingesetzte Fußball-Kommentator Jörg Dahlmann ist von einigen seiner Kollegen in Schutz genommen worden. „Ich kenne Jörg seit mehr als 30 Jahren und weiß, dass er kaum etwas mehr verachtet als Rassismus und Intoleranz. Insofern scheint mir, dass sein Japan-Ausflug eine willkommene Beschleunigung einer feststehenden Trennung darstellt“, sagte ZDF-Reporter Béla Réthy der „Sport Bild“.

Dahlmann hatte zuletzt mit umstrittenen Kommentaren für Aufsehen gesorgt. So hatte er Japan als „Land der Sushis“ bezeichnet. Am Freitag hatte der Pay-TV-Sender bekanntgegeben, dass Dahlmann keine Fußball-Spiele mehr für Sky kommentieren werde.

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Dass der im Sommer auslaufende Vertrag zwischen dem TV-Journalisten und dem Sender nicht verlängert wird, stand schon mehrere Monate fest. Dahlmann hatte sich gegen Rassismus-Vorwürfe gewehrt und diese als „absurd“ bezeichnet.

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ARD-Kommentator Tom Bartels wurde von der „Sport Bild“ mit den Worten zitiert: „Ich schätze Jörg als Kollegen. Jeder Kommentator hat seine eigene Art, und wir haben sicher nicht die gleiche. Es ist sein Stil, mal einen Spruch mehr zu machen. Doch ich finde es schlimm, wenn so etwas wie Rassismus im Raum stehen bleibt. Es wäre bitter, wenn nach so vielen erfolgreichen Jahren als Reporter dies auch nur im Ansatz hängenbleiben würde. Das hat er nicht verdient.“

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Dahlmann selbst hat sich auch noch einmal über Instagram zu Wort gemeldet und ein Foto von Werder-Legende Wynton Rufer gepostet und bezieht sich auf dessen Spitznamen „Kiwi“. Der Neuseeländer spielte von 1989 bis 1994 für die Bremer und erlangte unter Otto Rehhagel Kultstatus. Sein Spitzname hängt natürlich mit Rufers Nationalität zusammen. „Sind nun alle Bremer Rassisten?“, fragt Dahlmann.

 

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Quelle: dpa