Mesut Özil
Foto: Rui Vieira/AP/dpa

Es kommt nicht selten vor, dass bei einem Artikel über eine Ordnungswidrigkeit in direkter Verbindung mit einem Fußball-Transfer steht. Im Falle von Mesut Özil passt es aber, der ehemalige deutsche Nationalspieler wurde in London geblitzt und seine Begründung für das zu schnelle Fahren ist durchaus kurios.

Im Sommer 2013 wechselte Mesut Özil, der in Deutschland einst für Schalke 04 und Werder Bremen kickte und 2014 mit der DFB-Elf in Brasilien Weltmeister wurde, von Real Madrid zum FC Arsenal nach London.

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Seitdem steht er beim Premier-League-Klub unter Vertrag und ist entsprechend seit mittlerweile mehr als sieben Jahren in der englischen Hauptstadt beheimatet. Trotzdem kann er offenbar nicht Kilometer von Meilen unterscheiden.

Und das ist keine Anschuldigung, sondern laut „The Sun“ seine eigene Erklärung dafür, wieso er auf einer Autobahn in England geblitzt wurde. Auf diesen sind 70 mp/h (umgerechnet rund 110 km/h) erlaubt – Özil wurde mit seinem Mercedes mit einer Geschwindigkeit von 156 km/h geblitzt.

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Da wären wir wieder beim Thema Umrechnung: Özil versuchte, das zu schnelle Fahren zu rechtfertigen – er habe gedacht, die Tacho-Anzeige von 97 stünde bei seinem deutschen Auto für km/h, was noch im Rahmen des Erlaubten gewesen wäre.

Allerdings ist der Tacho auf Meilen umgestellt, so war Özil mehr als ein Drittel über dem erlaubten Wert von 70 Meilen pro Stunde. „Ich bin deutscher Staatsangehöriger und deswegen gewöhnt, dass die Fahrzeuge die Geschwindigkeit in Kilometern, nicht in Meilen, angeben“, erklärte er.

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Dem 32-Jährigen geht es aber nicht darum, seine Schuld zurückzuweisen, auch das betont er in der Stellungnahme: „Ich bin nicht der Meinung, dass es in irgendeiner Form Entschuldigungen dafür gibt, dass ich zu schnell unterwegs war. Ich akzeptiere, dass die Geschwindigkeit meines Autos nicht untragbar war.“

Stattdessen hofft er offenbar darauf, dass die Konsequenz der Ordnungswidrigkeit kein Fahrverbot sein wird – ihm dafür eher ein Bußgeld aufgebrummt wird. Er begründet es damit, dass seine Frau keine Autos fahre und dadurch er dafür verantwortlich sei, seine sieben Monate alte Tochter zu Arztterminen zu fahren. Eine Entscheidung in dem Verfahren steht noch aus.

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