Max Kruse
Foto: Carmen Jaspersen/dpa

Der ehemalige Nationalspieler Max Kruse hat den Vertrag mit Fenerbahce Istanbul Vereinsangaben zufolge einseitig gekündigt. Das teilte der Club am Donnerstag mit.

Kruse habe Gesprächsanfragen vonseiten der türkischen Fußballföderation (TFF) zu Gehaltszahlungen in der Corona-Krise unbeantwortet gelassen, hieß es.

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„In diesem Zusammenhang ist seine einseitige Kündigung aus unserer Sicht ungerechtfertigt und gegenstandslos“, hieß es weiter. Der Fall werde vor das Sportgericht getragen, der Club werde alles tun, um seine Interessen zu wahren. Der Verein habe Kruse gegenüber keine Schulden, die sich auf die Zeit vor der Pandemie beziehen.

Die türkische Süperlig hatte ihren Spielbetrieb am 12. Juni nach fast dreimonatiger Pause wegen der Corona-Krise wieder aufgenommen.

Wie Kruses Zukunftspläne aussehen, blieb vorerst offen. Vorstellbar wäre eine Rückkehr in die Bundesliga. Kruse hatte sich erst im vergangenen Sommer ablösefrei dem türkischen Spitzenclub angeschlossen. In 20 Ligaspielen kommt er für Fenerbahce auf sieben Tore und sieben Vorlagen. Fenerbahce belegt nach 27 Spielen in der Süper Lig mit lediglich 43 Punkten den siebten Platz.

Zuvor hatte Kruse in der Bundesliga bei Werder Bremen unter Vertrag gestanden. Vor seiner Zeit an der Weser hatte der 32-Jährige beim VfL Wolfsburg, bei Borussia Mönchengladbach und dem SC Freiburg in der Bundesliga gespielt. In 250 Partien in der höchsten deutschen Spielklasse kommt Kruse auf 74 Treffer und 68 Assists.

Kruse war im Sommer in die Türkei gewechselt, obwohl es durchaus Interesse innerhalb der Bundesliga an ihm gab. Doch seine Gehaltsforderungen konnte oder wollte keiner der interessierten Vereine für ihn aufbringen. So wurden im vergangenen Sommer unter anderem Borussia Mönchengladbach und Eintracht Frankfurt als mögliche Arbeitgeber Kruses gehandelt. Am Ende landete der Offensivakteur in Istanbul bei Fenerbahce.

Quelle: mit Agenturmaterial von dpa