Kai Havertz
Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Nationalspieler Kai Havertz will Bayer Leverkusen nach Informationen der „Sportbild“ auf jeden Fall in diesem Sommer verlassen. Demnach werde der vertraglich noch bis 2022 an Bayer gebundene 21-Jährige die Rheinländer „in Kürze um die Freigabe bitten“.

Nach Informationen des Blattes sei der FC Chelsea derzeit als einziger Club dazu bereit, die geforderten rund 100 Millionen Euro als Ablösesumme zu bezahlen. Der Club aus London hatte gerade erst Havertz‘ Nationalmannschaftskollegen Timo Werner von RB Leipzig verpflichtet.

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Real Madrid habe dem Bericht zufolge auch Interesse an einer Verpflichtung von Havertz, wollen aber den Mittelfeldspieler erst im Sommer 2021 verpflichten, da die „Königlichen“ wegen der Corona-Krise sparen müssen.

Durch Bayers Verpassen der Champions-League-Qualifikation war zuletzt wieder vermehrt über einen Wechsel des Top-Talents in diesem Sommer spekuliert worden. Viele Clubs haben wegen der Folgen der Coronavirus-Pandemie aber Probleme, eine Ablöse in dreistelliger Millionen-Höhe zu stemmen. Daher hatte unter anderem auch der FC Bayern abgewunken. „Ich sage es ganz klar: Das wird uns finanziell in diesem Jahr nicht möglich sein“, hatte Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge zuletzt bei Sport1 gesagt.

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Bayer Leverkusens Sportchef Rudi Völler hatte zuletzt nach wie vor auf den Verbleib des Nationalspieler unter dem Bayer-Kreuz gehofft. „Ich würde mich freuen, wenn er noch ein Jahr bleiben würde“, sagte Völler vor dem Pokalfinale am Samstagabend gegen den FC Bayern (2:4) im Sky-Interview. Der 21-Jährige gehe „sehr souverän“ mit den Gerüchten um einen möglichen Wechsel um.

„Er ist ein Spieler, der bei vielen Top-Clubs auf dem Zettel steht“, fügte er hinzu. Der Markt habe sich allerdings durch die Corona-Krise verändert. Das gilt aber nicht im Falle von Havertz. „Für einen Künstler wie Kai Havertz muss man eine vernünftige Summer bezahlen“, sagte Völler.

Havertz‚ Vertrag in Leverkusen läuft noch bis 2022. In jedem Fall sei er sich sicher, dass das Endspiel in Berlin „nicht sein letztes“ gewesen sein wird, sagte der Bayer-Sportchef.

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Sollte Havertz tatsächlich nicht zum FC Bayern München wechseln bleibt ihm vielleicht das Schicksal dieser prominenter Vorgänger erspart. Denn: Nicht alle Fußballer, die zum FC Bayern wechselten, fanden in München an der Säbener Straße auch ihr sportliches Glück. Für einige dieser Star-Spieler war der Wechsel nach München eine regelrechte Sackgasse in der Karriere. Hier findet ihr die Übersicht der Spieler, die bei den Bayern nie glücklich wurden.

Quelle: dpa