Foto: Shutterstock / Menna
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Dem bei einem hessischen Kreisliga-Spiel niedergeschlagenen Amateur-Schiedsrichter geht es „den Umständen entsprechend gut. Er hat aber noch sehr starke Schmerzen.“

Dies sagte der Vater des 22-Jährigen Referees in einem Interview mit Hit Radio FFH am Dienstag. „Es stehen noch weitere Untersuchungen an, was den Kiefer betrifft“, erklärte er weiter. „Das andere, was seelisch in ihm vorgeht, ist noch eine andere Geschichte.“

Eine Entschuldigung des Übeltäters sei bislang nicht erfolgt. Der Unparteiische war am Sonntag in der Partie FSV Münster gegen TV Semd in der C-Liga Dieburg von einem Spieler der Gastgeber bewusstlos geschlagen worden und musste mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen werden. Er erlitt eine Gehirnerschütterung.

Er werde „sehr große Angst“ haben, wenn sein Sohn wieder auf dem Platz stehe, sagte der Vater und forderte: „Der Schiedsrichter muss wieder eine Respektsperson sein.“

FSV Münster meldet Mannschaft ab

Derweil hat der FSV Münster seine Mannschaft aus dem laufenden Spielbetrieb abgemeldet. Zudem erhält der Spieler, der den Referee bewusstlos geschlagen hat, nach Angaben des Vereinsvorsitzende Hans-Peter Samoschkoff ein lebenslanges Hausverbot.

Gerd Schugard, der Vorsitzende des Verbandsschiedsrichterausschusses in Hessen, macht sich Sorgen, um das Schiedsrichterwesen. „Wie sollen wir das nur jungen Leuten schmackhaft machen nach solchen Vorfällen?“, sagte er der „Frankfurter Rundschau“. „Solche Vorfälle als Einzelfälle zu sehen, hilft nicht weiter.“

Am 16. und 17. November tagen nach Angaben des Blattes in der DFB-Zentrale in Frankfurt die Obleute der Landesverbände. Da soll das Thema Gewalt gegen Unparteiische ganz oben auf der Tagesordnung stehen.

Quelle: dpa