FIFA 23 wird letztes FIFA: Wie FIFA in Zukunft heißen wird

Seit 30 Jahren heißt das Videospiel FIFA wie der Weltfußballverband. Damit ist im kommenden Jahr allerdings Schluss.
FIFA 22 Playstation
Ein Playstation-5-Controller liegt vor einem Bildschirm, der einen FIFA-Ladebildschirm zeigt. Foto: Shutterstock/Miguel Lagoa
Ein Playstation-5-Controller liegt vor einem Bildschirm, der einen FIFA-Ladebildschirm zeigt. Foto: Shutterstock/Miguel Lagoa

Das Ende einer Ära naht. Seit 1993 erscheint jährlich eine neue Ausgabe der Videospielreihe FIFA. Doch ab dem kommenden Jahr ist damit Schluss – FIFA 23 wird das vorerst letzte FIFA-Spiel. EA Sports gibt seiner Fußballsimulation einen neuen Namen: „EA Sports FC“.

Der Fußball-Weltverband FIFA erklärte am Dienstagabend, er wolle seine Rechte nicht mehr exklusiv an einen einzelnen Spieleentwickler vergeben. „Die kürzlich bestätigte Verlängerung mit EA Sports ist eine neue Vereinbarung, die Rechte nur für die Kategorie Fußballsimulationen gewährt und breitere Spielrechte für die FIFA und verschiedene Spieleherausgeber freigibt“, hieß es.

So wären etwa Kooperationen mit Spielen wie Fortnite oder Virtual-Reality- oder Augmented-Reality-Erfahrungen denkbar. Der Weltverband betonte, bereits im Oktober 2021 angekündigt zu haben, dass er beabsichtige, mit einer Reihe von Partnern zusammen zu arbeiten, anstatt alle Gaming- und E-Sports-Rechte langfristig exklusiv bei einem Partner zu binden.

FIFA wird zu „EA Sports FC“

Für die Spieler wird es einige Änderungen geben: Sollte es nicht doch noch eine andere Einigung geben, werden sie in der Software keine Fußball-Weltmeisterschaften nachspielen können. Alles, was die bisherigen Spiele ausgemacht habe, sei weiterhin vorhanden, heißt es dagegen in einem Blogeintrag der Entwickler. Man arbeite weiter mit offiziellen Lizenzpartnern aus dem Profifußball zusammen – etwa für Ligen, Spieler, Stadien und Fußballvereine. In diesem Herbst soll noch eine Version zusammen mit der FIFA erscheinen. Der Entwickler spricht vom „größten FIFA aller Zeiten“.

 

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Die „New York Times“ berichtete, die Verhandlungen um die Verlängerung der Partnerschaft seien unter anderem an der Geldfrage gescheitert. Die FIFA habe mehr als das Doppelte des bisherigen Betrags von 150 Millionen Dollar pro Jahr haben wollen. EA habe sich auch nicht darauf einlassen wollen, dass die FIFA Lizenzen auf ihren Namen auch in Online-Spielen wie Fortnite verkaufen wollte.

Wie der „Spiegel“ berichtet, sind Lizenzverhandlungen aber nicht nur am Geld gescheitert. „Es ist wichtig, dass wir die Freiheit haben, möglichst beeindruckende Erlebnisse zu erschaffen“, zitiert das Magazin den Markenverantwortlichen David Jackson von EA Sports. So könne man aufgrund der Lizenz etwa nicht mit Drittfirmen eigenständige Deals eingehen.

Die Fußballsimulation FIFA gehört laut Branchenverband game seit Jahren zu den meistverkauften Spielen in Deutschland. Um das Spiel hat sich ein breites E-Sport-Ökosystem entwickelt, bei dem auch die Deutsche Fußball Liga und viele deutsche Fußballvereine stark involviert sind.

dpa