Christian Gross FC Schalke 04
Foto: Andreas Gora/dpa

Der FC Schalke 04 kommt im Abstiegskampf einfach nicht zur Ruhe. Es soll eine Spieler-Revolte gegen Trainer Christian Gross gegeben haben.

Demnach sollen mehrere Führungsspieler des Tabellenletzten der Fußball-Bundesliga in dieser Woche vor der Partie beim VfB Stuttgart am Samstag (15.30 Uhr/Sky) die Ablösung von Christian Gross gefordert haben. Dies berichteten der Pay-TV-Sender Sky, die Funke Mediengruppe und Sport1 übereinstimmend.

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Die Vorwürfe sind schwerwiegend. So soll Gross die Namen von eigenen und gegnerischen Spielern immer wieder vertauscht haben. Zudem spreche der 66 Jahre alte Schweizer teilweise in der falschen Sprache mit seinen Profis. Auch die Trainingsinhalte sowie die taktische Ausrichtung stünden in der Kritik. Schalkes sportliche Führung um Sportvorstand Jochen Schneider habe eine Trainer-Ablösung jedoch abgelehnt.

Gross hatte kurz vor dem Jahreswechsel als bereits vierter Schalke-Trainer dieser Saison übernommen. Mit nur fünf Punkten aus neun Partien gelang aber auch ihm bislang nicht die Wende. Trotzdem hatte Gross am Freitag weiter seine Hoffnung auf den Klassenverbleib geäußert. „So lange die Möglichkeit besteht, glaube ich daran – und auch die Mannschaft glaubt daran. Die Spieler wissen genau, worum es geht. Sie werden alles geben“, versprach er.

Schalke dementiert Berichte – Riether genervt

Der FC Schalke 04 hat die Medienberichte indes zurückgewiesen. „Wir dementieren die Berichterstattung. Es gab keinen Spieler, der mit einem solchen Anliegen bei Jochen Schneider vorgesprochen hat“, sagte ein Sprecher des Tabellenletzten am Samstagvormittag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Es habe keine „Revolte“ oder „Revolution“ gegeben.

Schalkes Teammanager Sascha Riether zeigte sich verärgert über die Berichte über eine angeblich geforderte Ablösung von Christian Gross. „Mich nervt im Moment, dass unsere Spielvorbereitung total gestört wird“, sagte der S04-Lizenzspielerchef am Samstag vor dem Spiel beim VfB Stuttgart bei Sky. „Wir hatten den ganzen Morgen andere Dinge zu tun als uns auf das Spiel vorzubereiten. Da wird von Revolution gesprochen und Revolution war da überhaupt nicht.“

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Riether beantwortete die Frage, ob Spieler zu ihm gekommen seien und einen neuen Trainer gefordert hätten, inhaltlich nicht konkret. Es sei so, „dass grundsätzlich immer Spieler zu mir kommen, und ich komme auch zu den Spielern“, sagte Riether. „Was jetzt in den Gesprächen genau passiert ist, werde ich hier mit Sicherheit nicht sagen.“ Es sei „wichtig, dass wir Spieler im Kader haben, die versuchen anzupacken, das hat nix mit dem Trainer zu tun, sondern mit der Situation, denen ist Schalke 04 nicht egal. Es ist ganz normal, dass nach der Derbyniederlage, dass die Spieler enttäuscht sind, dass man sie aufbauen muss, dass sie Gesprächsbedarf haben“, sagte er.

Gross arbeite sehr akribisch und bemühe sich wirklich sehr, „das Beste für den Verein zu tun“, sagte Riether. Ob er einen weiteren Trainerwechsel ausschließe, könne er „nicht beurteilen“. Dies würden die Leute entscheiden, „die hier im Verein ganz oben sind“.