Oliver Kahn
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Im Kampf gegen drohende Langeweile im Meisterkampf muss nach Ansicht von Bayern-Vorstand Oliver Kahn mehr von der Bundesliga-Konkurrenz kommen.

„Natürlich lebt ein Wettbewerb wie die Fußball-Bundesliga sehr stark von der Spannung, gerade von der Spannung um den deutschen Meistertitel. Aber wir können nicht hergehen und sagen, ja gut, dann spielen wir halt jetzt ein bisschen schlechter. Natürlich ist auch hier die Konkurrenz gefordert, das Beste aus ihren Mitteln zu machen“, sagte der 51-Jährige am Samstagabend im ZDF-Sportstudio.

Der deutsche Fußball-Rekordmeister FC Bayern bejubelte in dieser Saison die achte deutsche Meisterschaft am Stück, obwohl die Münchner im vergangenen Jahr zeitweise deutlich zurücklagen. „Das wären eigentlich Chancen für die Konkurrenz gewesen, da anzugreifen und uns mal vom Thron zu stoßen“, sagte Kahn. „Aber diese Mannschaft hat eine unglaubliche Mentalität, einen unglaublichen Willen.“ Sie sei „absolut verdient“ deutscher Meister geworden.

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Der frühere Weltklasse-Torhüter, der seit diesem Jahr im Vorstand des Clubs zurück ist, verwies auf die Solidarität des FC Bayern, gerade während der Corona-Krise. „Wir haben auch in der Vergangenheit immer gezeigt, dass wir nicht nur uns im Blick haben, sondern dass wir immer auch schauen müssen, dass wir uns nicht zu Tode siegen“, sagte Kahn. „Wir sind weiterhin immer interessiert an einem ausgeglichenen, fairen und spannenden Wettbewerb.“

Allerdings darf die Konkurrenz auch nicht darauf hoffen, dass die Bayern auf dem Transfermarkt tatenlos bleiben werden. Sie muss viel mehr darauf hoffen, dass die neuen Transfers vielleicht nicht wie erhofft einschlagen, um die Bayern doch mal vom Thron stoßen zu können. So wie bei diesen Spielern in der Vergangenheit:

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Für die neue Saison in der Bundesliga sind die Bayern Favorit auf die Verpflichtung von Nationalspieler Leroy Sané von Manchester City. Ein Transfer, der die Bayern mit Sicherheit nicht schlechter machen würde. Außerdem haben sie schon Schalkes Torhüter Alexander Nübel ablösefrei verpflichtet. Der junge Keeper soll bei National- und Welttorhüter Manuel Neuer in die Lehre gehen.

Nübel ist nur einer von Spielern, die innerhalb der Bundesliga zu den Bayern wechselten. Hier seht ihr alle Profis, die sich die Bayern von der Bundesliga-Konkurrenz angelten:

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Gerüchte ranken sich seit Monaten auch um eine Verpflichtung von Bayer Leverkusens Kai Havertz. Außerdem hat der Rekordmeister gleich mehrere Talente vom französischen Serienmeister Paris Saint-Germain im Blick. Tanguy Kouassi, eines der größten Innenverteidiger-Talente aus dem Land des Weltmeisters soll sich mit den Bayern bereits einig sein. Angeblich buhlen die Münchner ebenfalls um den 17 Jahre alten Adil Aouchiche, der im offensiven Mittelfeld einsetzbar ist.

Quelle: mit Agenturmaterial von dpa