Corentin Tolisso FC Bayern München
Foto: Christian Charisius/dpa

Fußball-Profi Corentin Tolisso vom FC Bayern München muss wegen seines neuen Tattoos und eines Verstoßes gegen die Corona-Vorgaben des Vereins eine Geldstrafe zahlen.

„Dieser Verstoß ist sehr ärgerlich und auf keinen Fall zu tolerieren. Wir werden Corentin Tolisso daher mit einer empfindlichen Geldstrafe belegen, den Betrag werden wir für soziale Zwecken spenden“, sagte der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge in einer Vereinsmitteilung vom Samstag.

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Der 26 Jahre alte Franzose Tolisso hatte sich diese Woche eine Tätowierung stechen lassen und damit nach Angaben der Münchner gegen die Corona-Vorgaben des Club verstoßen. Zudem haben Tattoo-Studios wegen des Lockdowns in der Corona-Pandemie derzeit in Deutschland geschlossen.

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Voraussetzung für die Spiele während der Pandemie sei, dass sich alle Beteiligten an das Hygienekonzept hielten, sagte Rummenigge. „Corentin Tolisso hat jetzt gegen diese Vorgaben verstoßen, obwohl unsere sportliche und medizinische Führung diese Vorgaben fortwährend und deutlich intern kommuniziert“, kritisierte er.

Die „Bild“ hatte zuvor darüber berichtet. Auf einem Foto in den sozialen Netzwerken war demnach zu sehen, dass weder Tolisso noch den Tätowierer einen Mund-Nasen-Schutz getragen hatten. Sportdirektor Hasan Salihamidzic sagte vor dem Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim im TV-Sender Sky, es werde eine Strafe sein, „die er spüren wird“.

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„Das ist natürlich ärgerlich, was Coco gemacht hat“, sagte Salihamidzic. „Ich habe mit ihm gesprochen, er hat es verstanden und weiß, dass er einen Fehler gemacht hat“, ergänzte der Sportdirektor, der von einem „klaren und deutlichen“ Gespräch berichtete.

Bayerns Trainer Hansi Flick sagte bei Sky nach dem 4:1-Sieg über die TSG 1899 Hoffenheim, bei dem Tolisso fehlte, dass er mit dem Franzosen gesprochen habe. „Das ist ein No-Go und es tut ihm auch sehr leid“, bewertete der Coach den Verstoß. „Aber es ist vorbei, es ist geschehen, das kann man nicht mehr ungeschehen machen. Das darf nicht vorkommen.“

In der Bundesliga ist Tolisso kein Einzelfall. Auch der Brasilianer Matheus Cunha vom Hauptstadt-Club Hertha BSC ließ sich zwei Bundesliga-Partien die Oberschenkel tätowieren. Auch der Südamerikaner sah laut Vereinsmitteilung seinen Fehler ein und wurde von seinem Arbeitgeber ebenfalls zur Zahlung einer Geldstrafe verdonnert.

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Quelle: dpa