Robert Lewandowski FC Bayern München Klub-WM
Foto: Nikku/XinHua/dpa

Der FC Bayern München steht dank Weltfußballer Robert Lewandowski im Endspiel der Klub-WM in Katar und kann dort seinen sechsten Titel gewinnen. Der deutsche Fußball-Rekordmeister siegte am Montag mit 2:0 (1:0) gegen Al Ahly SC aus Ägypten.

Vor rund 12.000 Zuschauern sorgte Lewandowski mit zwei Toren (17./86. Minute) für den ungefährdeten Erfolg. Im Finale treffen die Bayern nun am Donnerstag (19.00 Uhr) auf Tigres UANL aus Mexiko. Das Münchner Team von Trainer Hansi Flick will nach dem Triple aus Meisterschaft, Pokal und Champions League sowie zwei Supercup-Siegen seine Trophäensammlung komplettieren. „Das wird ein großes Spiel. Wir sind bereit“, kommentierte Lewandowski, der wieder einmal der Matchwinner war.

Wie auch schon das Halbfinale übertragen „bild.de“ und „sportbild.de“ das Finale zwischen dem FC Bayern München und Tigres UANL am 11. Februar (19 Uhr) – neben Streamingdienst DAZN, bei dem zusätzlich das Spiel um Platz 3 (Al Ahly – Palmeiras Sao Paulo) um 16 Uhr zu sehen ist.

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Kommentatoren bei „Bild“ sind der ehemalige RTL- und Sky-Reporter Marcel Reif und „Bild“-Sportchef Matthias Brügelmann. Der frühere Nationalspieler Mehmet Scholl analysiert die Spiele nach dem Abpfiff.

So lief das Halbfinale der Bayern bei der Klub-WM

Am 26. Geburtstag von Nationalspieler Joshua Kimmich am Montag passte im Ahmad-bin-Ali-Stadion auch der äußere Rahmen: Beim Anpfiff am späten Abend Ortszeit war es immer noch angenehm warm. Der Rasen in der WM-Arena für 2022 war in einem Topzustand, was die spielbestimmenden Bayern begünstigte. Die rund 12.000 erlaubten Zuschauer sorgten in Pandemie-Zeiten für eine Abwechslung zu den Geisterspielen in Europa. Angreifer Thomas Müller sprach von einer „komischen Situation“.

Die lange vermisste Fußball-Atmosphäre stimulierte seine Kollegen und ihn aber, obwohl der Großteil des Publikums lautstark das Team von Al Ahly anfeuerte. „Die Mannschaft hat das hervorragend gemacht. Wir sind mehr als verdient ins Finale eingezogen“, kommentierte Flick. Auch dieses müssen die Bayern ohne Leon Goretzka und Javi Martínez bestreiten, die nach ihren Corona-Infektionen nicht nachreisen werden, wie Coach Hansi Flick nach dem Halbfinal-Erfolg berichtete. Jerome Boateng fehlt aus privaten Gründen.

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Die Bayern griffen fast pausenlos an, Afrikas Champion war fast nur mit Verteidigen beschäftigt. Kingsley Coman gefiel als Antreiber. Flicks weißes Ballett hatte mit Kimmich und Nebenmann Marc Roca die Kontrolle im Mittelfeld und ließ kaum Konter zu. Kapitän Manuel Neuer verlebte im Tor einen geruhsamen Abend. Auf Vorlage von Serge Gnabry traf Lewandowski aus rund acht Metern frühzeitig mit der Innenseite.

Das Nachlegen versäumten die Münchner aber trotz etlicher Torchancen bis zur Schlussphase, als Torjäger Lewandowski eine präzise Flanke des eingewechselten Leroy Sané aus kurzer Distanz einköpfte. „Unter dem Strich war es verdient, auch wenn es keine Glanzleistung war“, sagte Geburtstagskind Kimmich. Flick konnte sich in der zweiten Hälfte den Luxus leisten, zur Kraftersparnis munter zu wechseln.

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Gegen die Tigres aus Mexiko können die Bayern das Erfolgsjahr 2020 nun nachträglich als strahlende Klub-Weltmeister abrunden – nach Meistertitel, Pokalsieg, Champions-League-Triumph sowie dem Gewinn des nationalen und des europäischen Supercups. „Man kann das gesamte Paket schnüren“, meinte der hungrige Müller. So einen Titel-Sixpack konnte bislang nur der FC Barcelona mit Trainer Pep Guardiola 2009 bejubeln. Endspielgegner Tigres hatte sich im ersten Halbfinale mit 1:0 gegen Südamerikas Champion Palmeiras Sao Paulo durchgesetzt.

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Die Klub-WM, die die Bayern erstmals 2013 gewinnen konnten, ist sportlich zwar nicht der hochwertigste Wettbewerb, aber die historische Sechs-Titel-Aussicht macht die Bayern „heiß“, wie gegen Al Ahly zu begutachten war. Erstmals seit dem UEFA-Supercup-Finale gegen den FC Sevilla Ende September 2020 in Budapest und dem Champions-League-Spiel bei Lokomotive Moskau einen Monat später spielten die Münchner auch wieder vor Publikum, das Maske tragen musste und getestet worden war.

Eine Million Streams Klub-WM bei „Bild“

Für „Bild“ war die erste Übertragung derweil ein Erfolg. Das Interesse sei „herausragend groß“ gewesen, sagte ein Sprecher am Dienstag. Demnach hatte es rund eine Million Abrufe gegeben. „Damit haben wir schon beim Halbfinale die Millionenmarke geknackt“, sagte er. „Wir freuen uns daher umso mehr auf das entscheidende Finale am Donnerstag.“

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Eine Zuschauerzahl wie bei den Messungen der Einschaltquoten beim Fernsehen gibt es in diesem Fall nicht. Aufgrund von Erfahrungswerten ist davon auszugehen, dass oft mehrere Menschen gleichzeitig schauen und rund 2,5 Millionen Zuschauer die Premiere erlebt haben. Es war das erste Mal, dass der Springer-Verlag Top-Spiele im Fußball live übertragen hat.

Quelle: dpa