Deutschland Frankreich EM Greenpeace
Foto: AP Photo/ctivist Alexander Hassenstein

Kurz vor dem Anpfiff des EM-Spiels zwischen Deutschland und Frankreich (0:1) hat ein Fallschirmspringer sich selbst und die Fußball-Fans in der Münchner Arena in Gefahr gebracht.

Der Mann, ein Greenpeace-Aktivist, schwebte am Dienstagabend über dem Stadion und versuchte, einen großen gelben Ball in die Arena zu werfen.

Hier gibt es ein Video von der Aktion zu sehen:

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Dabei geriet er in eine Stahlseilkonstruktion am Stadiondach und kam ins Trudeln. Nur mit großer Mühe konnte er einen Absturz in die Zuschauerränge verhindern und landete unsanft auf dem Rasen. Dann wurde er sofort von zwei Sicherheitskräften abgeführt.

>> Den Spielbericht zur deutschen Niederlage gegen Frankreich könnt ihr hier lesen.<<

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Auf dem gelben Gleitschirm stand in schwarzen Buchstaben: „Kick Out Oil! Greenpeace“.

Greenpeace entschuldigt sich

Hinter der Aktion stand die Umweltorganisation Greenpeace, die damit gegen den Sponsor Volkswagen protestieren wollte. Bei Twitter forderte Greenpeace in einem Post dazu von dem Konzern, keine klimaschädlichen Diesel- und Benzinautos mehr zu verkaufen.

Die Umweltorganisation Greenpeace entschuldigte sich nach ihrer misslungenen Protest-Aktion beim Spiel der deutschen Nationalmannschaf. „Das tut uns wahnsinnig leid“, sagte ein Sprecher der Organisation am Dienstagabend der Deutschen Presse-Agentur. Auf dem Twitteraccount von Greenpeace hieß es: „Dieser Protest hatte nie die Absicht das Spiel zu stören oder Menschen zu verletzten.“ Greenpeace Aktionen seien immer friedlich und gewaltfrei. „Leider ist bei dieser Aktion nicht alles nach Plan gelaufen“.

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Eigentlich sei der Plan gewesen, dass der Pilot mit einem großen Latexball über das Stadion schwebt, erklärte der Sprecher. Der Ball hätte dann hinab sinken sollen – der Pilot sollte gar nicht landen. Technische Schwierigkeiten hätten ihn aber zur Notlandung auf dem Spielfeld gezwungen.

Hier gibt es das Video nach einmal aus einer anderen Perspektive:

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Volkswagen kritisiert Greenpeace-Aktion

Volkswagen kritisierte die missglückte Greenpeace-Aktion beim EM-Auftaktspiel der deutschen Mannschaft scharf. „Mit der heutigen Protestaktion hat Greenpeace Leib und Leben unbeteiligter Zuschauer und Fans eines Fußballspiels in Gefahr gebracht“, hieß es in einem Statement am Dienstagabend. Das sei nicht akzeptabel. Volkswagen sei offen für den kritischen und konstruktiven Dialog in Sachen Umwelt und Nachhaltigkeit und bekenne sich klar zum Pariser Klimaabkommen bis 2050.

>> Fußball-EM 2021: Spielplan, Ergebnisse, Spielorte, deutscher Kader – alle Infos <<

Zwei Personen wurden laut Mitteilung der Polizei verletzt, beide erlitten demnach Blessuren am Kopf. Der Greenpeace-Aktivist wurde in der Arena in München festgehalten und befragt. Mögliche Straftatbestände gegen den Mann sind laut Polizei gefährliche Körperverletzung und Hausfriedensbruch.

>> EM 2021: Das sind die Spielerfrauen der deutschen Nationalspieler <<

Beide verletzte Personen wurden nach dem Unfall mit dem Gleitschirm des Umweltaktivisten in einem Krankenhaus behandelt. Wie die Polizei weiterhin mitteilte, war keine akute Versorgung vom Notarzt nötig. Der Pilot selbst sagte aus, dass er nicht verletzt sei.

>> Hintergrund: Sandro Wagner und Bela Rethy im ZDF – ihre besten Sprüche <<

Quelle: mit Agenturmaterial der dpa