Borussia Mönchengladbach ist am Dienstagabend aus dem DFB-Pokal ausgeschieden. Im Viertelfinale unterlag das Team des scheidenden Trainers Marco Rose dessen neuen Verein Borussia Dortmund mit 0:1 (0:0). Nach dem Spiel regten sich die ohnehin schon verärgerten Fans der Fohlen dann noch über eine Szene zwischen Co-Trainer René Marić und BVB-Stürmer Erling Haaland auf.

Jadon Sancho (66. Minute) nutzte in einem intensiven Spiel einen üblen Abspielfehler von Nationalspieler Florian Neuhaus, um Dortmunds Halbfinal-Einzug perfekt zu machen. Daran änderte auch die Gelb-Rote Karte für BVB-Spieler Mahmoud Dahoud nichts mehr (90.+3).

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„Das geht auch an mir nicht spurlos vorbei. Sechs Spiele ohne Sieg, das sind wir so nicht gewohnt. Wir sind in einer schwierigen Phase. Das bedeutet, dass ich vorangehen muss“, sagte Rose nach dem Pokal-Aus bei Sky. Der Coach sprach aber von einer guten Leistung seines Teams: „Ich habe meine Mannschaft mit sehr viel Überzeugung gesehen. Es hat die glücklichere Mannschaft gewonnen.“

So sehr Rose auch beteuerte, dass es bei diesem brisanten Aufeinandertreffen nicht um ihn gehe, waren die Augen doch auf den Coach gerichtet. Eine kurze Umarmung vor dem Spiel mit seinem zukünftigen Assistenten Edin Terzic, ansonsten vermied der bei den Gladbacher Fans in Ungnade gefallene Trainer jeden Kontakt mit seinem zukünftigen Arbeitgeber. Ganz im Gegensatz zu Co-Trainer René Marić, den Kameras kurz nach Abpfiff lachend und scherzend mit seinem zukünftigen Schützling Erling Haaland einfingen:

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Borussia Mönchengladbach: René Marić lachend mit Haaland – Fans sauer

Dem dieser Tage besonders aufmerksamen Gladbach-Fan entging die Szene natürlich nicht. Und so hagelte es im Netz natürlich prompt Kritik für Marić.

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Während manche Fans sogar beleidigend wurden, blieben andere sachlich:

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Wieder andere forderten den sofortigen Rücktritt des kompletten Gladbacher Trainerteams:

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René Marić erklärt sich: „Dumm“, „naiv“, „unbedacht“

Der 28 Jahre alte Co-Trainer von Borussia Mönchengladbach erklärte sich noch am Abend auf Twitter: „Nach Schlusspfiff stand ich am anderen Ende der Coachingzone und ein ehemaliger Spieler ist als Einziger zum Trösten gekommen.“ Er wisse, schrieb der Österreicher, „dass dies bei den Fans in diesem Moment negativ & eben falsch wirkt.“ Er werde die Beleidigungen „insofern mit gewissem Verständnis auf- & die Verantwortung dafür übernehmen“. „Ich war und bin so angefressen und traurig, dass ich nicht an irgendwelche Kameras denken konnte. Dumm“, schrieb er weiter:

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Der Assistent von Cheftrainer Marco Rose, mit dem er zur kommenden Saison zum BVB wechselt, bezeichnete die Szene darüber hinaus als „naiv, emotional & unbedacht“. Bei aller Kritik, die aus Fan-Sicht vielleicht sogar irgendwo verständlich ist, sollte man jedoch nicht vergessen: Marić war wie Haaland früher bei RB Salzburg angestellt. Und Szenen wie diese unter Ex-Kollegen gibt es im Fußball häufig genug.

Quelle: mit Agenturmaterial (dpa)