Dennis Aogo
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Dennis Aogo ist Fußball-Profi. Und das auch durchaus erfolgreich. 257 Bundesligaspiele, 22 Einsätze in der Europa League, zwölf Spiele in der Champions League und immerhin zwölf Partien im Trikot der deutschen Nationalmannschaft stehen in der Vita des 33 Jahre alten Fußballers. Dazu ist er noch mit Ina Aogo, der wohl bekanntesten Spielerfrau der Republik, verheiratet. Doch nicht jeder in Deutschland scheint Aogo zu kennen. Den Beweis lieferte jetzt ein Autoverkäufer in Berlin.

Dennis Aogo steht auf dicke Karren. Welcher Profi-Fußballer tut das auch nicht? Es ist ja auch nichts verwerfliches daran, zumal sich die Millionäre in kurzen Hosen in der Regel diese Luxusautos auch leisten können. Doch manchmal sehen diese Millionäre gar nicht aus wie Millionäre. Das kann für den Verkäufer böse enden. So wie hier.

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Da ja Autohäuser in der Corona-Krise lange Zeit geschlossen blieben und man sich generell in der Quarantäne inklusive Kontaktverbot eher langweilt, dachte sich der derzeit vereinslose Aogo, dass es durchaus mal wieder an der Zeit wäre, seinen Luxusschlitten waschen zu lassen. Gesagt, getan. Aogo, den wir unlängst zum ersten „Spielerfrauen-Ehemann“ der Geschichte ernannten, fuhr seinen Rolls Royce stolz durch Berlin und gab ihn dann bei der Autowäsche ab.

Die freie Zeit nutzte der frühere Bundesliga-Star für einen kleinen Spaziergang. Und da Aogo wie erwähnt ein Auto-Narr ist, blieb er bei einem geöffneten Autohaus stehen. „Ein Luxusautohaus, da standen nur fette Karren: Ferraris, Lamborghinis, Bentleys …“, erklärt Aogo seinen Followern in seiner Story auf Instagram. „Ich liebe ja Autos und da wollte ich einfach mal ein bisschen gucken, denn ich hab‘ ja eh gerade nichts zu tun“, fährt der Linksfuß fort.

Doch der Fußballer hatte die Rechnung ohne den Autoverkäufer gemacht, denn dem gefiel offenbar Aogos Outfit nicht. Der Profisportler lief ziemlich leger in kurzer Hose, T-Shirt, Hoodie und Baseball-Cap im Autohaus auf: „Ich bin ganz easy angezogen, mit kurzer Hose. Komm ich da rein, ihr könnt euch nicht vorstellen, wie der mich behandelt hat. Wie ein Stück Dreck! Er hat mich quasi rausgeschmissen. Schon krass, weil er gesagt hat: ‚Wir machen nur Termine für wirkliche Kaufinteressenten'“.

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Aogo erzählt die Geschichte weiter: „Der hat mich von oben bis unten angeguckt und hat sich gedacht: ‚Was willst du hier? Du kannst dir eh kein Auto leisten!'“ Und wie reagierte Aogo auf den unfreundlichen Verkäufer? „Ich war kurz vorm Ausrasten“, gesteht der Fußballer, der jedoch die Fassung nicht verlor: „Ich habe einmal kurz tief durchgeatmet und bin raus gegangen, aber sowas regt mich so krass auf …“

Am Ende ein klassisches Eigentor für den Autoverkäufer. Denn: Aogo wollte zwar am Montag ohnehin kein neues Auto kaufen, doch der Fußballer wird sich wahrscheinlich ziemlich genau überlegen, ob er seinen nächsten Luxusschlitten ausgerechnet in diesem Autohaus kaufen sollte.

Und die Moral von der Geschichte liefert der Neu-Podcaster Aogo, der seit kurzem mit Ehefrau Ina gemeinsam auf Sendung geht, gleich mit: „Ich verstehe sowas einfach nicht und ich hasse es, wenn man Menschen aufgrund ihres Äußeren beurteilt oder auch verurteilt.“

Am 4. Juni 2020 erzählte Aogo diese Geschichte auch bei Markus Lanz in dessen ZDF-Talkshow. Der 33 Jahre alte Aogo erzählte in der Sendung über seine persönlichen Erfahrungen mit Rassismus. Schon als Kind hat er demnach persönliche Erfahrungen mit diesem Thema machen müssen. Das seien Beleidigungen wie „Mohrenkopf“ oder „Du siehst aus wie ein Affe“ gewesen, sagte der ehemalige Kicker vom Hamburger SV und VfB Stuttgart am Donnerstagabend bei Markus Lanz im ZDF. Mit der Zeit habe er sich „ein dickes Fell“ zugelegt.

Auch in Restaurants habe der in Karlsruhe aufgewachsene Aogo als Schwarzer schlechte Erfahrungen gemacht. „Umso höher die Qualität des Restaurants, desto schwieriger ist es (…) Reservierungen oder auch Plätze zu bekommen, die nicht vielleicht ganz irgendwo in der Ecke sind“, sagte Aogo, der von 2010 bis 2013 insgesamt zwölf Partien für die deutsche Nationalmannschaft bestritt.