Moukoko-Verschwörung und Promi-Kritik: Die Netzreaktionen auf die DAZN-Probleme bei Hertha gegen Dortmund

Viele User konnten am Samstag das Bundesliga-Spiel zwischen Hertha BSC und Borussia Dortmund auf DAZN nicht sehen. Das Netz lief heiß!
Hertha BSC - Borussia Dortmund Haaland Moukoko
Foto: Soeren Stache/dpa
Hertha BSC - Borussia Dortmund Haaland Moukoko
Foto: Soeren Stache/dpa

Die Bundesliga-Partie zwischen Hertha BSC und Borussia Dortmund am Samstagabend hatte vieles zu bieten. Da wäre zum einen natürlich die Aufholjagd des BVB, an der Erling Haaland mit vier Toren maßgeblichen Anteil hatte. Zum anderen Youssoufa Moukoko, der nach seiner Einwechslung in der Schlussphase mit 16 Jahren und einem Tag zum jüngsten Bundesliga-Spieler aller Zeiten wurde. Doch bei den Zuschauern – allen voran den neutralen – gab es nur ein Thema: DAZN.

Denn wegen einer technischen Panne konnten zahlreiche Nutzer des Anbieters fast die komplette erste Hälfte des Spiels nicht sehen. Beim Login wurde immer wieder eine Fehlermeldung angezeigt.

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Als die Probleme auch bei Herthas Führungstor durch Matheus Cunha in der 33. Minute nicht behoben waren, ärgerten sich natürlich vor allem die Anhänger der Berliner. Wenige Minuten zuvor hatte DAZN via Twitter um Entschuldigung gebeten und versichert, mit Hochdruck an einer Lösung des Problems zu arbeiten.

Doch viele Fußballfans brachten wenig Verständnis auf und drohten im ersten Zorn teils mit Kündigung:

https://twitter.com/drippoOFFF/status/1330240215986868226

Andere fühlten sich „nur“, sagen wir mal, schlecht:

Als heimliche „Anführerin“ der „Rebellion“ tat sich bereits nach kurzer Zeit ein prominentes Gesicht hervor: Marie von den Benken. Sie verglich DAZN sogar mit Donald Trump:

Nachdem auch der Anbieter zuvor offensiv mit dem möglichen Debüt von Dortmunds Jungstürmer Youssoufa Moukoko geworben hatte, vermutete mancher Nutzer im Spaß BVB-Sportchef Michael Zorc hinter der Panne. Zorc hatte zuletzt sein Missfallen über den medialen Hype um den 16-Jährigen geäußert. Ob Zorc sich daher kurzerhand Zugang zu den Servern verschafft hatte, um das Ganze noch etwas herauszuzögern?

Zumindest auf den guten, alten Videotext war einmal mehr Verlass. Früher war einfach alles besser:

Eine kurzfristige Umbenennung des Anbieters hätte wohl vielen enttäuschten Zuschauern gefallen:

Immerhin: Rechtzeitig zur Toreflut nach der Pause mit dem Haaland-Viererpack hatte DAZN den Fehler dann gefunden. Und so konnten dann, mit den passenden Bildern im Kopf, auch Straßen in der Hauptstadt umbenannt werden:

So konnten die Zuschauer am Ende auch noch den historischen Moment sehen, als Moukoko mit seiner Einwechslung zum jüngsten Spieler der Bundesliga-Geschichte wurde. Da fühlte sich so mancher an die eigene Jugend erinnert. Zumindest fast:

DAZN durfte das 5:2 des BVB in Berlin übertragen, da es wegen der Länderspiele in dieser Woche kein Freitagspiel gab und die Partie stattdessen für den Samstagabend um 20.30 Uhr angesetzt worden war.

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Der Streamingdienst hält in dieser Saison die Rechte an den Freitags- und Montagsspielen sowie einigen Sonntagspartien. Von der kommenden Spielzeit an zeigt DAZN bis 2024/25 pro Saison 106 Erstliga-Partien am Freitag und Sonntag.

mit Agenturmaterial (dpa)