Foto: Antonio Calanni/dpa
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Er zählt zu den berühmtesten Sportlern der Welt, zu den Top-Verdienern gehört er zweifelsohne: Cristiano Ronaldo ist das neue Werbegesicht für eine Online-Shopping-Plattform, kommt bei einem neuen Werbespot allerdings nicht gut weg.

Nike, EA Sports, Tag Heuer, PokerStars, Castrol oder Toyota – die Liste der Unternehmen, deren Werbegesicht ein gewisser Cristiano Ronaldo ist, ist lang. Nun will auch „Shopee“ dazugehören – noch nie gehört? Wir auch nicht…

Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass das Unternehmen zumeist im asiatischen Raum operiert und sich erst langsam an den europäischen Markt herantastet. Das Hauptquartier von „Shopee“ liegt in Singapur und ist seit seiner Gründung 2015 unter anderem nach Malaysia und Thailand expandiert.

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Als Gesicht des nächsten großen Expansionsprozess soll Christiano Ronaldo dienen – die Formel ist bei dem Deal, wie eigentlich bei jedem anderen, recht simpel. Der Promi hilft mit seiner Bekanntheit und seiner Reichweite, dafür zahlt das Unternehmen.

Die Art der Schlagzeilen, die der Portugiese und „Shopee“ für ihre Zusammenarbeit bekommt, ist allerdings für beide Parteien sicherlich nicht zufriedenstellend. Diese sind fast ausnahmslos negativ und immer wieder werden Begriffe wie „lächerlich“ oder „Spott“ benutzt.

Eigentlich beginnt der insgesamt 30-sekündige Werbespot mit Szenen, die zumindest Fußball-Fans gewohnt sein dürften: Ronaldo legt sich den Ball zum Freistoß hin, kurzer Anlauf und rein in den Winkel – danach geht’s ab zum Jubel.

Dann wird der portugiesische Rekordnationalspieler aber von einigen Geräuschen irritiert und sieht, wie alle Zuschauer auf den Rängen nur an ihrem Handy kleben. Er bekommt zudem die „Shopee“-Karte von einem dubios aussehenden Schiedsrichter gezeigt.

Als sei das nicht schon bizarr genug, verwandelt sich das Trikot von CR7 in eins des asiatischen Unternehmens. Zum Schluss aber das absolute Highlight: Ronaldo führt einen arg gewöhnungsbedürftigen Tanz auf, im Hintergrund läuft nervtötende Musik, die an die 1990er-Jahre erinnert.

„Ist das der verstörendste Werbedreh aller Zeiten?“, fragt das Magazin 11Freunde. „Wir wissen nicht, was es ist, aber wir werden es niemals kaufen“, heißt es zudem. „Sieht so aus, als wäre Cristiano doch ein Mensch. Die gehört zu den schlechtesten Werbungen aller Zeiten“, kommentiert ein amüsierter Twitter-User.

„Das war tatsächlich Ronaldo in der Shopee-Werbung, wie viel haben sie für den zahlen müssen?“, oder „Ich habe gerade den Shopee-Spot mit Ronaldo gesehen und das einzige, was mir noch einfällt, ist: Warum?“, schreiben andere Nutzer.

In der langen Historie der FIFA-Spiele von EA Sports zählte natürlich auch CR7 zu den Cover-Stars, schaut euch an, wer dieses Jahr dort zu sehen ist.

Allerdings dürfte genau diese Grausamkeit des Clips letztlich von Nutzen für die Plattform sein, allein auf Twitter wurde das Video schon rund zehn Millionen Mal angeklickt. Auch auf dem offiziellen YouTube-Kanal von „Shopee“ haben sich rund 2,5 Millionen Leute angesehen, wie Ronaldo tanzt und wild auf einem Smartphone herumtippt.