Champions League Pokal 2
Foto: David Ramos/POOL GETTY/AP/dpa

Die neue Champions-League-Saison ist gestartet. Die UEFA hat einen straffen Zeitplan aufgesetzt. Geht das mit Corona gut?

Champions League in Zeiten von Corona – geht das überhaupt?

Im Zuge der Corona-Pandemie wird es in Sachen Zuschauern wohl ziemlich unterschiedliche Herangehensweisen geben, weil die Länder unterschiedlich hart getroffen sind. Die jeweiligen Bestimmungen vor Ort entscheiden also darüber, ob und wenn ja, wie viele Zuschauer die jeweilige Partie live im Stadion verfolgen dürfen.

>> Serge Gnabry hat Corona – wird Bayerns Champions-League-Spiel abgesagt? <<

Für den Fall erhöhter Infektionszahlen hat die UEFA“spezifische Bestimmungen“ verabschiedet – diese bieten jedoch Interpretationsspielraum. So muss der Heimverein einen alternativen Austragungsort vorschlagen, sobald von den Behörden des Landes des Gastvereins Beschränkungen verhängt werden, welche die Reise zum „oder die Rückreise nach dem Spiel betreffen“. Das Supercup-Finale des FC Bayern gegen den FC Sevilla in Budapest bewies zuletzt aber auch, dass für den Fußball gerne Ausnahmen gemacht werden.

„Vorbehaltlich der Genehmigung der UEFA können die Vereine grundsätzlich einen Tausch des Heimrechts oder einen neutralen Austragungsort vereinbaren“, schreibt die UEFA vor, die zudem vorsorglich die mögliche Verlängerung der Gruppenphase bis zum 28. Januar beschlossen hat, um abgesagte Partien nachholen zu können.

Kann aus „irgendwelchen Gründen“ die Gruppenphase nicht abgeschlossen werden, entscheidet das UEFA-Exekutivkomitee über die Besetzung der K.o.-Runde. Für die Europa League gelten die gleichen Regeln. Bezüglich positiver Corona-Tests innerhalb der Mannschaft schreibt die UEFA vor, dass mindestens 13 Spieler zur Verfügung stehen müssen.

Das sind die Gruppen für die Champions-League-Saison 2020/21

Gruppe A: FC Bayern München, Atletico Madrid, FC Salzburg, Lokomotive Moskau
Gruppe B: Real Madrid, Donezk, Inter Mailand, Borussia Mönchengladbach
Gruppe C: FC Porto, Manchester City, Olympiakos Piräus, Olympique Marseille
Gruppe D: FC Liverpool, Ajax Amsterdam, Atalanta Bergamo, FC Midtjylland
Gruppe E: FC Sevilla, FC Chelsea, FK Krasnodar, Stade Rennes
Gruppe F: Zenit St. Petersburg, Borussia Dortmund, Lazio Rom, Club Brügge
Gruppe G: Juventus Turin, FC Barcelona, Dynamo Kiew, Ferencvaros Budapest
Gruppe: H: Paris Saint-Germain, Manchester United, RB Leipzig, Basaksehir

Champions League 20/21: Der Kalender

Eigentlich sollte die Qualifikation zur Champions League bereits am 23. Juni 2020 beginnen. Wegen der Corona-Pandemie wurde der Start jedoch auf den 8. August verlegt. Dementsprechend begann die Gruppenphase erst am 20. Oktober. Die Termine im Überblick:

Gruppenphase

  • 1. Spieltag: 20./21. Oktober 2020
  • 2. Spieltag: 27./28. Oktober 2020
  • 3. Spieltag: 3./4. November 2020
  • 4. Spieltag: 24./25. November 2020
  • 5. Spieltag: 1./2. Dezember 2020
  • 6. Spieltag: 8./9. Dezember 2020

K.-o.-Phase

  • Achtelfinale: 16./17. Februar 2021 und 23./24. Februar 2021 (Hinspiele), 9./10. März 2021 und 16./17. März 2021 (Rückspiele)
  • Viertelfinale: 6./7. April 2021 (Hinspiele) und 13./14. April 2021 (Rückspiele)
  • Halbfinale: 27./28. April 2021 (Hinspiele), 4./5. Mai 2021 (Rückspiele)
  • Finale: 29. Mai 2021

Wer überträgt die Spiele der Champions League?

Wie auch im Vorjahr teilen sich Sky und DAZN in Deutschland die Rechte an der Champions League, wobei DAZN den Großteil der Spiele überträgt. Hier findet Ihr den großen Überblick darüber, wer welches Spiel übertragt und in welcher Form!

>> Champions League im TV und Stream bei Sky und DAZN – wer zeigt wann welches Spiel? <<

Wo findet das Champions-League-Finale 2021 statt?

Das Endspiel der Champions League am 29. Mai 2021 wird im Atatürk-Olympiastadion von Istanbul ausgetragen, wo eigentlich das Finale der Saison 2019/20 stattfinden sollte. Das Finale in St. Petersburg rückt somit ebenfalls um ein Jahr nach hinten.

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Bereits 2005 war das Atatürk-Olympiastadion, das mehr als 70.000 Menschen fasst, Austragungsort des CL-Finals. Das damalige Duell zwischen dem FC Liverpool und dem AC Mailand ging als „Wunder von Istanbul“ in die Geschichte ein: Die „Reds“ holten einen 0:3-Pausenrückstand auf und gewannen am Ende im Elfmeterschießen den Titel.

Wer ist Titelverteidiger der Champions League?

Der FC Bayern München ist der amtierende Champions-League-Sieger. Am 23. August sicherte sich der deutsche Rekordmeister den Titel in Lissabon zum sechsten Mal in der Vereinsgeschichte durch einen 1:0-Erfolg über den französischen Vertreter Paris Saint-Germain. Torschütze war Kingsley Coman.

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Wer ist Rekordsieger der Champions League?

Mit 13 Titeln, sieben davon seit Bestehen der UEFA Champions League in der heutigen Form, ist Real Madrid der unangefochtene Rekordsieger. Die „Königlichen“ durften den Henkelpott letztmalig 2917/18 in die Höhe recken, nachdem sie den FC Liverpool im Olympiastadion von Kiew mit 3:1 besiegten. Es war der dritte Titel in Folge.

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Die Rekordsieger im Überblick:

  • Real Madrid (13 Titel bei 16 Finalteilnahmen)
  • AC Mailand (7/11)
  • FC Bayern München (6/11)
  • FC Liverpool (6/9)
  • FC Barcelona (5/8)
  • Ajax Amsterdam (4/6)
  • Inter Mailand (3/5)
  • Manchester United (3(5)
  • Juventus Turin (2/9)
  • Benfica Lissabon (2/7)

Wie sahen die Töpfe der Champions-League-Auslosung aus?

Wie gewohnt wurden auch 2020/21 32 Mannschaften aus vier Töpfen insgesamt acht Gruppen zugeordnet. Im ersten Topf landen normalerweise die Titelverteidiger aus Champions League und Europa League sowie die Meister der sechs stärksten Ligen, bestimmt nach der Fünf-Jahres-Wertung, in Europa (in diesem Jahr Spanien, England, Italien, Deutschland, Frankreich und Russland).

Weil der FC Bayern München sowohl Champions-League-Sieger als auch Deutscher Meister ist, rückte der FC Porto als Meister der siebtstärksten Liga (Portugal) nach. Die restlichen Töpfe wurden nach dem UEFA-Koeffizienten ermittelt. Pro Gruppe wurde aus jedem Topf ein Team gezogen.

Und so sahen die Töpfe mit den 32 Teilnehmern an der UEFA Champions League für die Auslosung aus:

Topf 1:

  • FC Bayern München (Deutschland) – Titelverteidiger der UEFA Champions League
  • FC Sevilla (Spanien) – Titelverteidiger der UEFA Europa League
  • Real Madrid (Spanien)
  • FC Liverpool (England)
  • Juventus Turin (Italien)
  • Paris Saint-Germaint (Frankreich)
  • Zenit St. Petersburg (Russland)
  • FC Porto (Portugal)

Topf 2:

  • FC Barcelona (Spanien)
  • Atletico Madrid (Spanien)
  • Manchester City (England)
  • Manchester United (England)
  • Schachtar Donezk (Ukraine)
  • Borussia Dortmund (Deutschland)
  • FC Chelsea (England)
  • Ajax Amsterdam (Niederlande)

Topf 3:

  • Dynamo Kiew (Ukraine)
  • Salzburg (Österreich)
  • RB Leipzig (Deutschland)
  • Inter Mailand (Italien)
  • Olympiakos Piräus (Griechenland)
  • Lazio Rom (Italien)
  • FK Krasnodar (Russland)
  • Atalanta Bergamo (Italien)

Topf 4:

  • Lokomotive Moskau (Russland)
  • Olympique Marseille (Frankreich)
  • FC Brügge (Belgien)
  • Borussia Mönchengladbach (Deutschland)
  • Istanbul Basaksehir FK (Türkei)
  • FC Midtjylland (Dänemark)
  • Stade Rennes (Frankreich)
  • Ferencvaros Budapest (Ungarn)

Welche Besonderheiten gab es bei der Auslosung?

Auch 2020/21 hat die UEFA wieder Regeln aufgestellt, die es im Hinblick auf die Auslosung sowie die Austragung und TV-Übertragung der Champions-League-Spiele zu beachten gilt:

  • Mannschaften aus demselben Land können in der Gruppenphase nicht aufeinandertreffen.
  • Wegen des Kriegs in der Ostukraine gilt das auch für Begegnungen zwischen russischen und ukrainischen Teams.
  • Die Gruppen werden in zwei Hälften geteilt: A bis D und E bis H. Spielt die eine Hälfte dienstags, muss die andere mittwochs ran – und umgekehrt.
  • Um zu verhindern, dass alle Teams aus einem Land am selben Tag spielen, werden sogenannte „TV-Paare“ gebildet. Wird ein Team aus diesem „TV-Paar“ in die eine Hälfte der Gruppen gelost (z.B. A bis D), spielt das andere in der anderen (E bis H).
  • Der Spielplan wird anhand der zugelosten Gruppenpositionen erstellt. Ausnahmen: Spiele am selben Spieltag sollen ebenso wie Spiele in extrem kalten Regionen am letzten Gruppenspieltag im Dezember ausgeschlossen werden.
  • Für die gesamte Saison sind fünf Einwechslungen erlaubt. Somit finden 23 Spieler auf dem Spielberichtsbogen Platz.
Quelle: mit Agenturmaterial (dpa)