Moestafa El Kabir
Foto: Instagram.com/elkabir_10/

Andreas Brehme, seines Zeichens deutscher WM-Held 1990 und hauptberuflich Fußball-Philosoph, hat es früher schon in seiner unnachahmlichen Art und Weise auf den Punkt gebracht: „Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß.“ Nach wie vor die beste Definition für Pech weltweit. Und davon kann Fußball-Profi Moestafa El Kabir jetzt auch ein Liedchen singen.

Es gibt Tage, die sollte man am besten komplett im Bett verbringen, weil einem alles misslingt. Der marokkanische Fußballspieler, der sein Geld in der türkischen Süper Lig beim Klub Caykur Rizespor verdient, wäre im Nachhinein wohl auch am Sonntag lieber im eigenen Bett geblieben. Denn bei ihm lief einfach alles schief.

Es war einfach nicht der Tag von Moestafa El Kabir

Als seine Mannschaft mit dem Teambus zum Stadion aufbrach, wurde der Angreifer vergessen. Kein Problem für El Kabir. Der Marokkaner schnappte sich einfach ein Taxi, folgte seinem Team zum Stadion.

Da El Kabir erst seit Anfang Juli bei Rizespor spielt, ist er offensichtlich nicht jedem Mitarbeiter ein Begriff. Ein Security-Mitarbeiter erkannte den Stürmer jedenfalls nicht – und untersagte ihm deshalb den Eintritt zu seinem Arbeitsplatz.

Irgendwie und irgendwann konnte er den Mann doch überzeugen, ihn ins Stadion zulassen. Gerade noch rechtzeitig. Er gelangte doch noch zu seinen Mannschaftskameraden in die Kabine – und stand sogar in der Startelf.

Doch, ihr ahnt es schon, für El Kabir kam es noch dicker. Nach nur 13 Minuten im Spiel brach sich der Angreifer ein Bein. Die niederschmetternde Diagnose zieht eine lange Pause nach sich. Sechs Monate wird er seinem neuen Arbeitgeber verletzungsbedingt fehlen. Was für ein Sonntag, was für ein Albtraum!

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Der Spieler postete ein Foto von sich selbst verletzt auf dem Rasen und schrieb dazu: „Mit Sicherheit einer der schlimmsten Tage meiner Karriere. Aber das wird mich nicht davon abhalten, dass zu tun, was ich liebe und was ich am besten kann.“

Soweit, so gut, doch der folgende Teil seiner Nachricht überrascht dann doch: „Viele Leute dürfte es wahrscheinlich freuen, dass ich mein Bein gebrochen habe. Genießt den Moment, denn ich werde stärker zurückkommen als jemals zuvor. Ich danke allen Menschen, die mir Genesungswünsche geschickt und mich angerufen haben. Das bedeutet mir sehr viel.“