Zuschauer Bundesliga Fans
Foto: Matthias Balk/dpa

Bund und Länder haben sich rechtzeitig zum Start der Fußball-Bundesliga auf einheitliche Regeln zur Fan-Rückkehr geeinigt.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen der Beratungen der Chefs der Staatskanzleien verständigten sich beide Seiten am Dienstag auf einen sechswöchigen Testbetrieb unter Corona-Bedingungen mit Zuschauern.

Die Grenze liegt demnach oberhalb einer Zahl von 1000 Zuschauern bei 20 Prozent der jeweiligen Stadion-Kapazität.

Die flächendeckende Fan-Rückkehr in Stadien und Hallen hat im Profisport für Erleichterung und Freude gesorgt. Wochenlang war kontrovers über eine bundeseinheitliche Lösung diskutiert worden, ehe nun ein Kompromiss gefunden wurde. Lob gab es vom DFB-Präsidenten Fritz Keller ebenso wie von Vertretern verschiedener Profiligen.

Die Bundesländer hatten sich am Dienstag auf eine sechswöchige Testphase mit einer Auslastung von maximal 20 Prozent der jeweiligen Stadion- oder Hallenkapazität geeinigt. Ende Oktober soll die Lage neu bewertet werden. Diese Regelung gilt neben dem Fußball auch für die anderen großen Teamsportarten Handball, Basketball, Volleyball und Eishockey, die in den kommenden Wochen ebenfalls wieder den Spielbetrieb aufnehmen.

Komplett einheitlich ist die Regelung indes nicht. Kurz nach der Einigung verkündete Schleswig-Holstein, an seiner erlaubten Quote von 25 Prozent festzuhalten. Im nördlichsten Bundesland gibt es zwar keinen Fußball-Erstligisten, aber Handball-Bundesligisten.

Die Teilzulassung von Zuschauern ist für den gesamten Profisport vor allem wirtschaftlich wichtig. Ob alle Fußball-Bundesligisten die Freigabe zum Wochenende umsetzen, wird sich kurzfristig zeigen. Vier Clubs hatten bereits von den zuständigen Gesundheitsämtern grünes Licht für einen Saisonstart vor Zuschauern erhalten.

Für die Partien Werder Bremen gegen Hertha BSC und RB Leipzig gegen FSV Mainz 05 wurden jeweils 8500 Besucher zugelassen – in beiden Fällen entspricht das rund 20 Prozent des Stadion-Fassungsvermögens. Die lokalen Gesundheitsbehörden haben in jedem Fall das letzte Wort bei der Teilzulassung von Zuschauern.

Quelle: dpa