Werder Bremen Rashica Friedl Osako
Foto: Carmen Jaspersen/dpa

Die 34 Spieltage in der Bundesliga und der 2. Liga sind gespielt – ein Platz in der obersten deutschen Spielklasse für die Bundesliga-Saison 2020/21 ist aber noch frei. Um diesen kämpfen Werder Bremen und der 1. FC Heidenheim am Montag, 6. Juli im entscheidenden Rückspiel der Relegation. Hier gibt’s alle Infos.

Wie ist die Ausgangslage?

Auch in der Saison 2019/20 gibt es wieder eine Relegation zwischen dem Tabellen-16. der abgelaufenen Bundesliga-Saison und dem Dritten aus der 2. Bundesliga. Der Sieger nach zwei Duellen spielt in der kommenden Saison in der Bundesliga.

Durch einen deutlichen 6:1-Sieg am 34. Spieltag hat sich Werder Bremen am Ende einer verkorksten Saison noch in die Relegation gerettet. Das Team von Trainer Florian Kohfeldt konnte Fortuna Düsseldorf doch noch verdrängen.

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Der Bremer Gegner aus dem Unterhaus ist der 1. FC Heidenheim, der die Chance auf den ersten Bundesliga-Aufstieg hat. Zwar haben die Heidenheimer am letzten Spieltag 0:3 in Bielefeld verloren – da aber auch der Hamburger SV sein Spiel am 34. Spieltag verloren hat, darf Heidenheim als Tabellendritter der 2. Bundesliga noch auf die Sensation hoffen.

Das Hinspiel zwischen Werder Bremen und dem 1. FC Heidenheim am Donnerstag, 2. Juni endete 0:0. Damit ist klar: Der 1. FC Heidenheim muss gewinnen, um aufzusteigen. Jedes Unentschieden ab einem 1:1 führt zum Klassenerhalt von Werder Bremen. Steht es auch beim Rückspiel nach 90 Minuten 0:0 kommt es zur Verlängerung samt potenziellem Elfmeterschießen.

Wann findet das Rückspiel zwischen dem 1. FC Heidenheim und Werder Bremen statt?

Wie gewohnt wird die Relegation in Hin- und Rückspiel ausgetragen. Im Gegensatz zur UEFA, die aufgrund der Corona-Krise in der Champions League und der Europa League auf ein verkürztes Modell mit nur einem Aufeinandertreffen setzt, wird in Deutschland der Modus mit zwei Spielen beibehalten.

Im Hinspiel, das 0:0 endete, hatte mit Werder Bremen der Erstligist Heimrecht. Die Entscheidung, wer in der kommenden Spielzeit erstklassig spielt, fällt dann am heutigen Montag. Am 6. Juli um 20.30 Uhr kommt es zum Rückspiel in der Heidenheimer Voith-Arena. Auch diese Partie findet – wie alle Spiele seit dem Bundesliga-Restart – ohne Zuschauer statt.

Wo ist die Relegation zwischen dem 1. FC Heidenheim und Werder Bremen im TV zu sehen?

Wie das Hinspiel wird auch das Rückspiel der Relegation zwischen dem 1. FC Heidenheim und Werder Bremen nicht im Free-TV zu sehen sein. Auch Pay-TV-Sender Sky, der den Großteil der Bundesliga-Rechte hat, wird das Spiel nicht zeigen.

Stattdessen läuft auch das Rückspiel der Relegation beim Streamingdienst DAZN und auch auf Amazon Prime. Die Relegationsspiele gehören im laufenden Rechtepaket der DFL dem Paket A, das unter anderem die Freitags- und Montagsspielen beinhaltet, an – das hatte sich ursprünglich Eurosport gesichert, die Partien sind aber mittlerweile bei DAZN und Amazon Prime zu sehen.

Somit können alle, die ein laufendes Abonnement für Amazon Prime haben, das Rückspiel über die entsprechende App bzw. Website verfolgen. Auch für DAZN benötigt man entweder ein laufendes Abo oder kann einen Gratis-Probemonat abschließen.

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Hat es schon Spiele zwischen Werder Bremen und dem 1. FC Heidenheim gegeben?

Im Ligabetrieb ist es noch nie zu einem Duell zwischen Werder Bremen und dem 1. FC Heidenheim gekommen. Bis auf die Saison 1980/81 hat Werder seit der Bundesliga-Gründung 1963 stets erstklassig gespielt.

Den Heidenheimern ist das noch nie gelungen – in der angesprochenen einzigen Zweitliga-Saison der Bremer spielte Heidenheim sogar noch auf Amateurniveau. Noch 2007/08 spielte der 1. FC Heidenheim in der Oberliga.

Dafür gab es aber zwei Aufeinandertreffen im DFB-Pokal, unter anderem kam es in der laufenden Saison zu einem Duell der beiden Teams. In der 2. Pokalrunde Ende Oktober setzte sich Werder souverän mit 4:1 durch.

Im August 2011 gelang den Heidenheimern in der 1. Runde dafür aber in der heimischen Voith-Arena die große Überraschung beim 2:1-Heimsieg. Siegtorschütze war damals Vereinsikone Marc Schnatterer, der immer noch im Kader der Heidenheimer steht – auch Trainer Frank Schmidt war vor rund neun Jahren schon mit dabei.