Xabi Alonso 2017
Foto: picture alliance / Andreas Gebert/dpa

Diskutiert wurde über Ralf Rangnick oder Florian Kohfeldt. Am Ende wird wohl einer neuer Trainer bei Borussia Mönchengladbach, an den niemand gedacht hat. Der aber einen extrem klangvollen Namen hat – und eine Vergangenheit in der Bundesliga. Perfekt ist aber noch nichts.

Borussia Mönchengladbach setzt bei der Nachfolge von Trainer Marco Rose einem Medienbericht zufolge auf einen großen Namen und holt den früheren Welt- und Europameister Xabi Alonso zurück in die Fußball-Bundesliga.

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Nach Informationen der „Bild“ und „Sport Bild“ wird der frühere Bayern-Profi Xabi Alonso ab Sommer neuer Chefcoach bei den Gladbachern. Rose verlässt den Verein nach zwei Jahren und wechselt zu Borussia Dortmund.

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Der Verein bestätigt dies allerdings zunächst nicht. „Wir kommentieren diese Geschichte nicht und werden uns melden, wenn es was zu vermelden gibt“, sagte Vereinssprecher Markus Aretz am Montag der Deutschen-Presse-Agentur.

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Die spanische Sportzeitung „Marca“ schrieb, der Wechsel werde in Alonsos Umfeld „weder bestätigt noch dementiert“, die Anfrage sei aber „sehr attraktiv“. Alonso-Berater Inaki Ibánez sagte zu Sport1: „Ich kommentiere Gerüchte grundsätzlich nicht. Wir werden sehen, was die Zukunft bringt.“ Und Alonsos aktueller Verein erklärte auf Anfrage der „Süddeutschen Zeitung“: „Derzeit können wir nur bestätigen, dass er sich bei Real Sociedad auf seine Aufgabe als Trainer des B-Teams konzentriert.“

Der inzwischen 39 Jahre alte Alonso trainiert seit 2019 die zweite Mannschaft von Real Sociedad San Sebastian und ist mit dieser Tabellenführer in der Gruppe 2 der dritten spanischen Liga. Mit der spanischen Nationalmannschaft wurde Alonso 2010 Weltmeister und 2008 sowie 2012 Europameister. Für den FC Bayern München spielte er ab 2014 für drei Jahre. Er wurde dreimal deutscher Meister und einmal DFB-Pokalsieger und überzeugte auch abseits des Platzes nicht zuletzt durch seine schnell erworbenen Deutsch-Kenntnisse.

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2017 beendete er seine Karriere als Profi und übernahm bald eine Jugend-Mannschaft von Real Madrid. Für die Königlichen hatte er von 2009 bis 2014 gespielt, davor fünf Jahre für den FC Liverpool. Mit den Reds gewann er 2005 auch die Champions League, neun Jahre später dann auch mit Real.

Und falls ihr euch fragt, warum Xabi Alonso immer so cool wirkt, hört mal hier ab 0:33 rein:

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Seine Verpflichtung wäre eine große Überraschung, denn als Trainer hat Alonso noch wenig vorzuweisen. Als Spieler war er jedoch ein Stratege, dem viele Weggefährten früh eine zweite Laufbahn als Chefcoach zutrauten. Schon kurz nach seinem Karriere-Ende hatte der Baske, der in seiner Karriere unter anderem von José Mourinho, Pep Guardiola oder Carlo Ancelotti geprägt wurde, angekündigt, Trainer werden zu wollen. Er gilt auf Sicht auch als eine Option für den FC Bayern.

Karl-Heinz Rummenigge schwärmt von Xabi Alonso

Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge schwärmte vor einigen Monaten jedenfalls im Podcast „Phrasenmäher“ über die Fähigkeiten Alonsos. Er habe „diese Empathie, die du brauchst. Speziell bei der heutigen Spielergeneration, um mit ihnen so einen roten Faden zu spinnen.“ Deshalb glaube er, „dass er mal ein Trainer sein wird, der für den FC Bayern irgendwann in der Zukunft möglicherweise von Interesse sein kann.“

Sicher hat sich Gladbach-Manager Max Eberl, der seit seiner Zeit als Jung-Profi in München enge Kontakte zum FC Bayern pflegt und immer wieder mal als Funktionärs-Kandidat an der Isar galt, in München über Alonso informiert. Alonso selbst war übrigens einst wegen Guardiola nach Deutschland gewechselt. „Er hatte einen unbändigen Enthusiasmus. Die Saisons im Fußball sind lang und er hat nie den Anschein gemacht, dass er müde ist. Er war aufmerksam und stets bereit“, schwärmte er.

Hier die Einschätzung unserer Kollegen von der Rheinischen Post:

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In Gladbach war sein Name bisher nicht gefallen. An der Gerüchte-Börse wurden eher Namen gespielt wie der auch als Bundestrainer gehandelte Ralf Rangnick, Florian Kohfeldt (Werder Bremen), Adi Hütter (Eintracht Frankfurt), Gerardo Seoane (Young Boys Bern) oder Jesse Marsch (Red Bull Salzburg). Es wird am Ende wohl einer mit noch größerem Namen – der sich seine Sporen als Trainer aber erst noch verdienen muss.