Coronavirus Wärmebildkamera
Foto: Virginie Lefour/BELGA/dpa

Im Dortmunder Stadion soll getestet werden, ob Fußballspiele künftig trotz anhaltender Corona-Gefahr wieder mit Zuschauern stattfinden können.

Für das letzte Bundesliga-Saisonspiel des heimischen BVB am 27. Juni gegen Hoffenheim wird Hightech installiert. Ein Berliner Unternehmen bringt an den Stadioneingängen spezielle Wärmebildkameras an, die kontaktlos die Körpertemperatur der noch wenigen Personen vor Eintritt ins Stadion messen. Zudem soll mithilfe von 3D-Sensoren ermittelt werden, ob im Tribünenblock die Abstandsregel eingehalten wird.

„Es wäre ja fahrlässig, wenn wir uns nicht schon jetzt darauf vorbereiten würden, dass Zuschauer wieder zugelassen werden können. Ob die eingesetzte Technik am Ende zielführend und hilfreich sein wird, müssen wir abwarten“, sagte BVB-Marketingchef Carsten Cramer den „Ruhr Nachrichten“ (Donnerstag). Die Bundesliga-Clubs hoffen darauf, mit Beginn der neuen Saison zumindest einen Teil der Zuschauer empfangen zu dürfen.

Politische Entscheidung steht noch aus

Eine Entscheidung über den Zeitpunkt der Rückkehr der Zuschauer in die Stadien der Fußball-Bundesliga ist noch nicht gefallen. Das hat Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Donnerstag in Wiesbaden gesagt.

Bundesliga 19/20: Unsere Tipps zum 33. Spieltag

Es müsse ein bundesweit einheitliches Vorgehen in der Frage geben. Dazu sei ein Konzept des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) oder der Deutsche Fußball Liga (DFL) notwendig. Bis dahin gelte die Regelung, dass Großveranstaltungen, bei denen eine Kontaktverfolgung und die Einhaltung von Hygieneregelungen nicht möglich ist, wegen der Corona-Pandemie noch bis mindestens Ende Oktober verboten bleiben.

DFB-Pokalfinale ohne Zuschauer

Das DFB-Pokalfinale zwischen Bayer Leverkusen und Meister FC Bayern München am 4. Juli findet ohne Zuschauer statt.  Diese Entscheidung teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Mittwoch mit. „Die Auswirkungen der Corona-Pandemie lassen keine andere Entscheidung zu, auch nach eingehender Prüfung verschiedener Optionen“, hieß es am Mittwochabend auf der Verbandshomepage. Der DFB hatte beim Berliner Senat zuletzt beantragt, je Club 5000 Anhänger zum  Finale im Olympiastadion zulassen zu können.

Bayern-Spieler wegen Verstoßes gegen Corona-Abstandsregeln angezeigt

„Dieser Antrag musste negativ beschieden werden, da dafür die gesetzliche Grundlage fehlt. Die aktuelle Verfügungslage in Berlin besagt, dass bis zum 30. August 2020 in der Hauptstadt Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Personen untersagt sind“, hieß es dazu nun. Das Zuschauerkonzept auch für weniger Menschen sei „einstimmig verworfen“ worden, teilte der DFB mit.

Am Dienstagabend hatte Präsident Fritz Keller noch angedeutet, 1000 Zuschauer beim Endspiel seien nicht ausgeschlossen. Die restlichen Spiele der Bundesliga finden nach der zweimonatigen Corona-Pause derzeit auch ohne Zuschauer statt.

Quelle: dpa