Borussia Dortmund - Manchester City
Foto: Federico Gambarini/dpa-Pool/dpa

Das Champions-League-Halbfinale findet ohne deutsche Beteiligung statt. Einen Tag nach Titelverteidiger FC Bayern ist auch für Borussia Dortmund als letztem Bundesligisten im Viertelfinale Schluss. Dabei war die „Weltsensation“ gegen Manchester City zwischenzeitlich greifbar. Ein umstrittener Handelfmeter, verursacht von Emre Can, bringt den BVB um den Lohn. Am Ende verliert Dortmund 1:2.

Der Elfmeterpfiff für Manchester City hat bei Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund nach dem Aus in der Champions League für große Verärgerung gesorgt. „Ich habe den Ball erst mit dem Kopf berührt, dann mit der Hand. Ich glaube, in den Regeln steht es so, dass es dann kein Elfmeter ist. Das ist bitter. Schon im Hinspiel wurde uns ein Tor weggenommen“, sagte Dortmunds Emre Can, der den Elfmeter verursacht hatte, nach dem 1:2 gegen Manchester City am Mittwoch im Viertelfinal-Rückspiel der Königsklasse.

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Can hatte nach einer Flanke in der 52. Minute zunächst den Ball mit dem Kopf, dann mit seinem abgespreizten Arm berührt. Schiedsrichter Carlos Del Cerro Grande (Spanien) entschied auf Strafstoß, den Riyad Mahrez zum 1:1 verwandelte (55.). Der Video-Schiedsrichter überprüfte die Szene, blieb aber bei der Entscheidung. „So richtig Glück mit den Schiedsrichter-Entscheidungen hatten wir in den letzten sieben Tagen nicht“, sagte Dortmunds Trainer Edin Terzic.

„Der Videobeweis wurde für mich heute begraben“

Drastischere Worte wählten die Sky-Experten Dietmar Hamann und Ewald Lienen. „Da gibt es keinen Interpretationsspielraum. Das ist skandalös. Wir haben den Videobeweis reingebracht, um die Sache gerechter zu machen. Wenn solche Sachen nicht zurückgenommen werden, dann weiß ich nicht, ob der Videobeweis eine Zukunft hat. Der Videobeweis wurde für mich heute begraben“, sagte Hamann.

Ähnlich sah es Lienen: „Wir haben Interpretationen, die geisteskrank sind“, sagte der Ex-Coach. „Diese Handsituationen sind für mich lächerliche Geschichten, mit denen ich Spiele, Meisterschaften entscheide“, so Lienen.

„Elfmeter, ganz klar“

Das Regelwerk scheint den Dortmundern Recht zu geben. „Abgesehen von den genannten Vergehen liegt in folgenden Situationen, in denen der Ball an die Hand/den Arm eines Spielers springt, kein Vergehen vor: Der Ball springt direkt vom Kopf oder Körper (einschließlich des Fußes) des Spielers an dessen Hand/Arm“, heißt es unter anderem in Regel 12.

City-Coach Pep Guardiola sah es dagegen anders. „Elfmeter, ganz klar“, sagte der Katalane nach Ansicht der TV-Bilder und Manchesters Ilkay Gündogan ergänzte: „Ich hatte das Gefühl, dass der Arm relativ weit draußen war.“

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Quelle: dpa