Kingsley Coman Bayern München
Foto: Tom Weller/dpa

Nach dem Spiel ist vor der Rüge – so könnte man eine alte Fußball-Weisheit auf die Situation von Kingsley Coman umformulieren. Am Tag nach dem souveränen Bundesliga-Sieg der Bayern in Bremen hat sich der Franzose offenbar selbst Probleme geschaffen.

Mittelfeldspieler Coman war noch am Samstagnachmittag rund 80 Minuten an der Weser am Ball und sorgte mit seinen Teamkollegen dafür, dass die Bayern auch weiterhin auf Kurs achte Meisterschaft in Folge sind.

Wieder in der Heimat im Süden der Republik angekommen gab es aber trotzdem Probleme für Coman. Am Sonntag fuhr er am Trainingsgelände der Bayern an der Säbener Straße vor – das aber mit einem falschen Auto.

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„Wie geht das denn?“, ist eine durchaus berechtigte Frage. Weil Autohersteller Audi längst nicht nur einfacher Sponsor, sondern Anteilseigner mit 8,33 Prozent bei den Bayern ist, wurde bereits in der Vergangenheit mehrfach drauf verwiesen, dass die Spieler dazu verpflichtet sind, mit ihren Dienstwagen – eben von Audi – zu dienstlichen Terminen zu erscheinen.

Dazu zählen nun einmal auch Trainingseinheiten auf der Säbener Straße und wie die „Bild“ berichtet, fuhr Coman nicht etwa mit einem Audi, sondern mit einem Mercedes AMG vor. Gleich zwei Probleme hat sich Coman damit ins Haus geholt.

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Zunächst einmal sind die Ordner an der Tiefgerade, in der die Bayern-Stars ihre Autos parken, offenbar angehalten, Nicht-Dienstwagen abzuweisen – das Schicksal ist Coman ereilt. Für ihn gab es den kleinen „Walk of Shame“, im Gegensatz zu all seinen Teamkollegen musste er seinen Wagen auf der Straße abstellen.

Allerdings droht Coman nun auch eine saftige Geldstrafe, da Sportvorstand Hasan Salihamidzic Anfang 2020 in solchen Angelegenheiten nach wiederholten Vorstößen der Spieler die Zügel angezogen hat.

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Wer nicht mit einem Wagen von Audi oder der VW-Gruppe (zu der Audi ja gehört) zu dienstlichen Terminen erscheint, bekommt nach Informationen der Zeitung eine Geldstrafe in Höhe von 50.000 Euro aufgebrummt. Da wird eine Fehlentscheidung im hauseigenen Fuhrpark plötzlich ziemlich teuer für einen der Bayern-Stars.

Erst im Januar bekam Comans Landsmann Corentin Tolisso ebenfalls eine Geldstrafe vom FC Bayern aufgebrummt. Tolisso hatte aber nicht aufs falsche Gefährt gesetzt, sondern gegen Corona-Auflagen verstoßen, als er sich ein neues Tattoo stechen ließ – sowohl Tolisso als auch sein Tätowierer ließen sich dabei ohne Mund-Nasen-Schutz ablichten.

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