1899 Hoffenheim Bayern München Plakat beleidigungen Dietmar Hopp
Foto: Tom Weller/dpa

Die Bundesliga-Partie zwischen der TSG 1899 Hoffenheim und dem FC Bayern München ist wegen massiver Beleidigungen gegen Dietmar Hopp zweimal unterbrochen worden.

Nachdem Schiedsrichter Christian Dingert die Partie zur 77. Minute beim Stand von 6:0 für die Gäste wieder freigegeben hatte, spielten sich die beiden Mannschaften nur noch den Ball hin und her, um gegen die Aktion der Bayern-Fans zu protestieren.

Die Anhänger der Münchner hatte zuvor wiederholt entsprechende Plakate gegen Hopp in die Höhe gehalten, so dass Schiedsrichter Dingert die Partie aussetzte.

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Sämtliche Bayern-Offizielle um Trainer Hansi Flick und Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge sowie die Spieler eilten beim zweiten Vorfall zunächst vor die Kurve, sie redeten wild gestikulierend auf die Fans ein. Dingert schickte alle Spieler in die Kabine. Die zweite Unterbrechung dauerte 20 Minuten.

Rummenigge war während der ersten Unterbrechung zu TSG-Mehrheitseigner Hopp auf der Ehrentribüne gegangen und hatte diesen in den Arm genommen.

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Die Bayern-Fans spielten mit dem Plakat auf eine Kollektivstrafe für die Fans von Borussia Dortmund an, die Hopp mehrere Male massiv beleidigt hatten und in den kommenden zwei Jahren deshalb nicht zu Auswärtsspielen nach Sinsheim reisen dürfen.

Auch beim Spiel des BVB gegen den SC Freiburg kam es wegen Beleidigungen gegen Hopp zu einer Unterbrechung. Zu Beginn der zweiten Halbzeit stimmten die Dortmunder Anhänger Schmähgesänge an. Deshalb ließ Schiedsrichter Robert Hartmann das Spiel für wenige Minuten unterbrechen und ordnete eine Stadiondurchsage an, in der mit Spielabbruch gedroht wurde.

Fans beschimpfen Fußballer als „Nazi“ – Spielabbruch!

Im Bundesligaspiel gegen 1899 Hoffenheim am vergangenen Samstag hatten Zuschauer in der Gladbacher Fankurve mit Beleidigungen und Schmähungen Hoffenheims Mehrheitseigner und Mäzen Hopp attackiert und ein Plakat mit seinem Kopf im Fadenkreuz gezeigt.

„Jetzt geht es darum, die Täter und Mit-Täter zu ermitteln. Das sind Zerstörer, die unserer Fußballkultur schaden, und die müssen wir finden“, sagte Eberl. Zudem erwartet den Club eine Strafe durch den Deutschen Fußball-Bund. „Ich weiß nicht, was auf uns zukommt. Aber wir müssen das Strafmaß akzeptieren“, meinte Eberl.

Die ersten 75 Minuten der Partie vor 30.150 Zuschauern im ausverkauften Sinsheimer Stadion waren eine Demonstration der Stärke der Münchner, die auch ohne ihren verletzten Torjäger Robert Lewandowski den höchsten Saisonsieg einfuhren und ihre Führung in der Tabelle festigten.

Serge Gnabry hatte mit seinem elften Saisontor nach nur zwei Minuten und Joshua Kimmich (7.) schockten die Kraichgauer. Joshua Zirkzee, der Ersatz für Toptorjäger Lewandowski, legte kurz darauf nach (15.). Der oft gescholtene Coutinho traf noch vor der Pause zum 4:0 (33.). Coutinho (47.) und der eingewechselte Leon Goretzka (62.) sorgten für den Endstand – bevor der Fußball zur Nebensache wurde.

Für Bayern-Coach Flick war es zwei Jahre nach seinem Abschied als Geschäftsführer bei der TSG die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte. Der 55-Jährige sammelte weiter Punkte für seine erwartete Vertragsverlängerung.

Nach dem Ausfall Lewandowskis (25 Liga-Treffer), der wegen eines Anbruchs der Schienbeinkante am linken Kniegelenk mindestens sechs Partien fehlen wird, verhalf Flick dem 18 Jahre jungen Zirkzee zu seinem Startelf-Debüt.

Um seine Offensive musste sich Flick keine Sorgen machen. Hoffenheims Torhüter Oliver Baumann lenkte den Ball mit dem Knie ins eigene Tor. Gnabry hatte zuvor mit einer artistischen Hereingabe geglänzt. Mit einem präzisen Flachschuss düpierte dann Kimmich Baumann. Zirkzee schob nach einer Viertelstunde Dauerwirbel zum 3:0 ein.

Quelle: dpa