Dominick Drexler 1. FC Köln
Foto: Ronald Wittek/epa-Pool/dpa

Am Freitagabend haben die Fans des 1. FC Köln ihrer Mannschaft vor dem Bundesliga-Derby am Samstag (18.30 Uhr/Sky) bei Borussia Mönchengladbach einen Gänsehaut-Moment mit eindrucksvoller Pyro-Show beschert. Dominick Drexler zeigte sich jedoch relativ unbeeindruckt und beleidigte in einem Video die eigenen Fans. Auf der offiziellen Vereinsseite entschuldigte sich der offensive Mittelfeldspieler jetzt.

Die Fans der Kölner wollten ihre Mannschaft vor dem Auswärtsspiel beim Erzrivalen heißmachen, verabschiedeten den Mannschaftsbus mit einem imposanten Feuerwerk. Das sah dann so aus:

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Doch im Inneren des Busses kam das Feuerwerk nicht bei allen Spielern gut an. In einem Video aus dem Mannschaftskreis ist Dominick Drexler deutlich mit den Worten: „Haha, solche Spacken“, zu hören. Hier könnt ihr euch das Video anschauen:

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Die Beleidigung sorgte natürlich für Aufregung. Viele Fans waren wütend über Drexlers Aussage im Video. Selbst Lukas Podolski, früher selbst für den 1. FC Köln aktiv, heute so etwas wie der Ober-Fan des Vereins äußerte sich auf Twitter empört:

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Wenige Stunden vor dem Anpfiff in Mönchengladbach ruderte Drexler dann auf der offiziellen Vereinsseite der „Geißböcke“ zurück. „Ich bin mit dem FC aufgewachsen und Fan, seit ich denken kann und habe früher selbst in der Kurve gestanden. Dass meine Aussagen einen großen Teil unserer Fans verletzt haben und sie es als beleidigend empfunden haben, kann ich deshalb absolut verstehen. Dafür möchte ich mich bei unseren Fans, insbesondere bei denen die gestern dabei waren, aufrichtig und von Herzen entschuldigen“, wird Dominick Drexler dort zitiert.

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„Uns allen ist die Bedeutung des Derbys bewusst – und der Support bei der Abfahrt hat uns alle sehr gefreut. Das belegt die Tatsache, dass viele von uns Videos gemacht haben, die wir an Familie und Freunde verschickt haben. Das Statement von Drex, das unbemerkt mit verschickt wurde, war falsch. Und wir alle können nachvollziehen, dass das unsere Fans verärgert hat. Aber Fehler passieren – uns allen, auf dem Platz und neben dem Platz. In solchen Situationen gilt es erst recht als Team zusammenzustehen – und das hinter verschlossenen Türen kritisch aufzuarbeiten. Das werden wir in der kommenden Woche machen und auch das persönliche Gespräch mit den Fans suchen. Heute gilt unsere volle Konzentration Gladbach, wo wir ein richtig gutes Spiel machen und leidenschaftlich kämpfen wollen“, wird die Mannschaft des 1. FC Köln gemeinsam zitiert.

Bei den Kölnern herrscht mal wieder viel Unruhe im Verein. Zuletzt hatte der Bundesligist noch mit einer Posse um den neuen Mediendirektor für Negativ-Schlagzeilen gesorgt.

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Sportchef Horst Heldt vom Bundesligisten 1. FC Köln hat nach dem 2:1 gegen Borussia Mönchengladbach eine Strafe für FC-Profi Dominick Drexler nach dessen Verunglimpfungen der eigenen Fans angekündigt. „Natürlich wird es eine Strafe geben. Das werden wir intern regeln. Es wird auch einen weiteren Spieler noch treffen“, sagte Heldt am Sonntag, ohne den anderen Profi namentlich zu nennen. Die angekündigte Strafe soll indes nicht dem FC zugute kommen. „Wir werden überlegen, ob wir das karitativen Zwecken spenden, vielleicht auch fanbezogen“, sagte Heldt weiter.

Kölns Trainer Markus Gisdol hatte Drexler bereits am Samstag dagegen in Schutz genommen. „Er ist ein Spieler, der einen großen Fehler begangen hat. Aber der Junge hat sich aufrichtig entschuldigt. Deswegen war er heute auch im Kader. Das würde er im Normalfall auch niemals so sagen“, befand Gisdol weiter. Vor allem auch wegen dieses Vorfalls sei der Derbysieg besonders wichtig, sagte der Coach: „Ein intensiver Tag liegt hinter uns mit dem großen Happy End des Derbysieges, der unseren Fans viel bedeutet.“