Inzidenz über 100! Keine Zuschauer beim Saison-Finale des 1. FC Köln

Der Traum von zumindest 500 Zuschauern beim Saison-Finale des 1. FC Köln gegen den FC Schalke 04 ist geplatzt. Die Sieben-Tage-Inzidenz war am Montag zu hoch.
1. FC Köln Rhein-Energie-Stadion
Foto: Rolf Vennenbernd/dpa Pool/dpa

Der Traum von zumindest 500 Zuschauern beim Saison-Finale des 1. FC Köln ist geplatzt. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist zu hoch.

„Wir sind permanent in Gesprächen mit den Ämtern und werden die in dieser Woche intensivieren“, sagte Geschäftsführer Alexander Wehrle der „Bild“: „Theoretisch haben wir eine Chance, vor Fans zu spielen, dafür muss der Inzidenzwert eine Woche lang konstant unter 100 sein.“

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Die am Samstag in Kraft getretene Coronaschutz-Verordnung in Nordrhein-Westfalen erlaubt 500 Zuschauer unter freiem Himmel und mit negativem Test-Ergebnis bei einer Inzidenz von unter 100 über fünf Werktage. Doch aus der Hoffnung auf Unterstützung im Abstiegskampf wird nun nichts. Am Montag lag die Inzidenz in Köln bei 105,3.

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Der Vorletzte Köln muss gegen Absteiger Schalke gewinnen und auf Schützenhilfe hoffen, um noch die Klasse zu halten. „Ich weiß, dass wir es nicht mehr in der eigenen Hand haben“, räumte Kölns Trainer Friedhelm Funkel ein: „Das ist ein echtes Endspiel. Ich mag den Ausdruck nicht, aber wir müssen gewinnen.“

Der 1. FC Köln drückt Borussia Mönchengladbach die Daumen

Und dann noch auf Schützenhilfe hoffen. Ausgerechnet vom Erzrivalen Mönchengladbach in Bremen und den um Geschäftsführer Alexander Wehrle werbenden Stuttgartern gegen Bielefeld. „Ich glaube, dass es den Kölner Fans nächste Woche erlaubt ist, Borussia Mönchengladbach die Daumen zu drücken“, sagte Funkel mit einem Augenzwinkern. „Ein bisschen Schützenhilfe wäre schon prima“, sagte Horn.

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Funkel erinnerte an das Szenario der Vorsaison. „Vielleicht ist es ja wie letztes Jahr, als der 17. noch auf Rang 16 vorgerückt ist.“ Das Szenario ist allen Beteiligten vertraut. Es waren die nun auf 16 startenden Bremer, durch ein 6:1 gegen Köln, und am Ende stieg Düsseldorf ab, wo Funkel vier Monate vorher beurlaubt wurde.

Am meisten Hoffnung würde eigentlich der Gegner machen. Das abgeschlagene Schlusslicht zu unterschätzen „kann aber trügerisch sein“, sagte Sportchef Horst Heldt: „Den Fehler darf man auf keinen Fall machen.“ Zumal die Schalker ausgerechnet jetzt durch das 4:3 gegen Frankfurt ein Lebenszeichen sendeten und mit einem weiteren Sieg den „Rekord“ als schlechtester Absteiger seit Einführung der Drei-Punkte-Regel verhindern würden.

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Auch Funkel mahnte deshalb: „Schalke ist stabiler geworden. Vier Tore gegen eine Mannschaft, die in die Champions League wollte, sind Warnung genug, dieses Spiel sehr ernst zu nehmen.“ Doch Heldt ist sich sicher: „Wenn wir unser Endspiel gewinnen, bleiben wir drin.“

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dpa