Friedehelm Funkel Fortuna Düsseldorf
Foto: Tom Weller/dpa

Seine bisherigen Spieler bekamen am Montag frei, der Club präsentiert schon den Nachfolger: Nach 18 Monaten ist die Ära Markus Gisdol beim 1. FC Köln beendet. Bereits wenige Stunden nach der bitteren 2:3-Niederlage gegen den FSV Mainz 05 und dem Sturz auf einen Abstiegsplatz vermeldete der rheinische Club kurz vor Mitternacht die sofortige Freistellung des Cheftrainers.

Am Montagvormittag bestätigte der 1. FC Köln dann die Gerüchte rund um Friedhelm Funkel. Der 67 Jahre alte Trainer übernimmt als Nachfolger von Markus Gisdol bis zum Saisonende, wie der Tabellenvorletzte am Montag mitteilte.

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„Bis zum Saisonende sind es jetzt noch sechs Spiele, in denen wir unbedingt unser Ziel, den Klassenerhalt, erreichen wollen. Dafür müssen wir Ergebnisse erzielen. In dieser Hinsicht haben wir in den letzten Wochen stagniert. Mit einem Trainerwechsel wollen wir der Mannschaft für diese entscheidende Phase mit einer neuen Konstellation einen neuen Impuls geben“, teilte FC-Geschäftsführer Horst Heldt mit.

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Gisdol hätte am Sonntagabend gegen den unmittelbaren Konkurrenten FSV Mainz 05 einen Sieg benötigt, am Ende stand eine unglückliche Niederlage mit dem Mainzer Siegtreffer in der Nachspielzeit durch Leandro Barreiro (90.+2).

1. FC Köln: Gisdol geht, Funkel kommt

Nachdem Gisdol unmittelbar nach der Partie erst regungslos verharrte und dann emotionslos seine Spieler abklatschte, verschwand der 51-Jährige zügig in den Katakomben. Es war sein letzter Auftritt als FC-Trainer im Kölner Stadion. „Die Mannschaft, mein Trainerteam und ich haben bis zuletzt alles investiert, um mit guten Leistungen zu guten Ergebnissen zu kommen. Das ist uns nach dem Derby (gegen Borussia Mönchengladbach) nicht mehr geglückt. Das sage ich bewusst so, weil wir uns trotz guter Phasen in den Spielen nicht belohnt haben“, sagte der Coach nach seinem 51. und letzten Bundesligaspiel beim 1. FC Köln. Die vergangenen acht konnte er nicht gewinnen, in der Tabelle ist die Mannschaft auf den vorletzten Platz zurückgefallen mit drei Punkten Rückstand auf einen rettenden Rang.

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Heldt, der dem Trainer zuvor ein Ultimatum von Woche zu Woche gestellt hatte, dankte Gisdol für die insgesamt gute Arbeit. „Er hat hier im November 2019 in einer nahezu aussichtslosen Situation übernommen und mit einer sensationellen Serie bis zum Beginn der Pandemie den Grundstein für den Klassenerhalt gelegt – und diesen zusammen mit unserem Team erreicht“, sagte der Sportchef.

Nun soll es also wieder Funkel richten. Der 67-Jährige war zu Beginn des Jahres 2020 bei Fortuna Düsseldorf beurlaubt worden und wollte seine Trainerkarriere damit eigentlich beenden. Er wurde 2002 schon einmal als Retter in Köln engagiert, konnte damals aber den Abstieg nicht verhindern. Dafür gelang ihm mit dem FC sofort der Wiederaufstieg. In der Saison 2003/04 wurde er dann schon nach zehn Spielen entlassen. Diesmal soll er es in sechs Spielen richten. In Düsseldorf hatte man ihm das nicht mehr zugetraut, und die Mannschaft stieg dann unter seinem Nachfolger Uwe Rösler ab.

Quelle: mit Agenturmaterial von dpa