Formel-1-Team Haas trennt sich von Fahrer Masepin und Hauptsponsor Uralkali

Der US-Rennstall Haas hat sich mit sofortiger Wirkung von Hauptsponsor Uralkali und dem Fahrer Nikita Masepin getrennt. Das teilte der Rennstall mit.
Nikita Mazepin
Name: Nikita Mazepin
Team: Haas
Geburtstag: 2. März 1999
Land: Russland
In der Formel 1 seit: 2021
Formel-1-Weltmeisterschaften: keine
Foto: AP Photo/Darron Cummings
Nikita Mazepin
Name: Nikita Mazepin
Team: Haas
Geburtstag: 2. März 1999
Land: Russland
In der Formel 1 seit: 2021
Formel-1-Weltmeisterschaften: keine
Foto: AP Photo/Darron Cummings

Nachdem die Formel 1 in der kommenden Saison kein Rennen in Russland austrägt, zieht nun auch der US-Rennstall Haas von Mick Schumacher Konsequenzen.

Das Formel-1-Team Haas trennt sich mit sofortiger Wirkung von Schumachers russischem Stallrivalen Nikita Masepin und dem russischen Hauptsponsor Uralkali. Dies teilte der US-Rennstall am Samstag mit. „Wie der Rest der Formel-1-Gemeinschaft ist auch das Team schockiert und traurig über den Einmarsch in der Ukraine und wünscht sich ein schnelles und friedliches Ende des Konflikts“, hieß es in der kurzen Erklärung weiter.

Einen neuen Fahrer benannte Haas noch nicht, angeblich soll aber der amerikanisch-brasilianische Ersatzfahrer Pietro Fittipaldi den Moskauer Masepin ersetzen. Masepin hatte wie auch Schumacher 2021 seine erste Formel-1-Saison bestritten.

Er sei nun „sehr enttäuscht“, schrieb Masepin am Samstag bei Instagram und unterstrich seine Hoffnung, „dass wir alle wieder in besseren Zeiten zusammen sein können.“ Er werde in den kommenden Tagen noch mehr zu sagen haben.

Masepin kritisiert Fia für einseitigen Schritt

Haas-Teamchef Günther Steiner hatte in der vergangenen Woche nach dem russischen Angriff auf die Ukraine die weitere Zukunft von Masepin als Fahrer und von Geldgeber Uralkali als Geldgeber offengelassen. Nikita Masepins Vater Dmitri ist Miteigentümer des russischen Bergbauunternehmens.

Sein Sohn hätte in der Formel 1 in dieser Saison ohnehin nur als neutraler Athlet unter „Fia Flagge“ starten dürfen. Zudem hätte der 23-Jährige einen Verhaltenskodex unterschreiben müssen, der unter anderem eine klare Distanzierung von den Aktionen Russlands dokumentiert.

Er verstehe zwar einerseits die Schwierigkeiten, schrieb Masepin dazu. Die Entscheidung der Fia und seine anhaltende Bereitschaft, die Bedingungen zu akzeptieren, seien aber bei dem einseitigen Schritt vollkommen ignoriert worden.

Die Formel 1 hatte bereits zuvor den Grand Prix in Russland in diesem Jahr abgesagt. Zudem wurde der Standort komplett aus dem Rennkalender gestrichen. Der erste Grand Prix 2022 findet am 20. März in Bahrain statt.

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dpa